Armut ist ein vielschichtiges Phänomen und lässt sich nicht allein über Einkommen beschreiben. Der Multidimensional Poverty Index (MPI) betrachtet Armut daher in mehreren miteinander verbundenen Dimensionen. Er macht sichtbar, in welchen Lebensbereichen Menschen eingeschränkt sind und wo Armutsfolgen besonders deutlich werden – weltweit ebenso wie in Deutschland.
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Aktuelles
Dimensionen von Armut
Der Multidimensional Poverty Index (MPI)
Gesundheit
Gesundheit ist eine zentrale Dimension von Armut, da sie unmittelbar mit Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe verbunden ist. Global zeigt sich Armut häufig in unzureichender medizinischer Versorgung, Mangelernährung oder einer erhöhten Kindersterblichkeit. In Deutschland äußern sich gesundheitliche Armutsfolgen weniger existenziell, aber dennoch deutlich: Menschen in prekären Lebenslagen haben oft schlechtere Gesundheitschancen, sind häufiger chronisch krank und nehmen Vorsorgeangebote seltener in Anspruch. Finanzielle Belastungen, psychosozialer Stress und beengte Wohnverhältnisse verstärken diese Ungleichheiten.
Bildung
Bildung gilt weltweit als Schlüssel zur Überwindung von Armut. Im globalen Kontext betrifft Bildungsarmut vor allem fehlenden Schulzugang, geringe Schulbesuchszeiten oder Analphabetismus. In Deutschland ist der Schulbesuch zwar gesichert, dennoch bestehen deutliche Unterschiede in Bildungs- und Teilhabechancen. Kinder und Jugendliche aus armutsgefährdeten Haushalten haben statistisch geringere Chancen auf höhere Bildungsabschlüsse, erleben häufiger Bildungsabbrüche und sind beim Übergang in Ausbildung oder Studium benachteiligt. Bildungsarmut wirkt damit langfristig fort und kann Armut über Generationen verfestigen.
Lebensstandard
Die Dimension Lebensstandard beschreibt, inwieweit grundlegende materielle und soziale Bedürfnisse erfüllt werden können. Global umfasst dies Aspekte wie Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen, Strom oder angemessenem Wohnraum. In Deutschland zeigt sich ein niedriger Lebensstandard vor allem in relativer Armut: Schwierigkeiten, Wohnkosten zu tragen, eingeschränkte Mobilität, Energiearmut oder der Ausschluss von kulturellen und sozialen Aktivitäten. Auch wenn existenzielle Grundversorgung meist gegeben ist, können eingeschränkte Lebensbedingungen die gesellschaftliche Teilhabe deutlich begrenzen.
FAQs
Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich in diesem Jahr alle, die für nachhaltige Entwicklung im Bereich Armut in Düsseldorf aktiv sind. Egal, ob als
- Privatperson,
- Verein / Verband / (Nachbarschafts-)initiative,
- (Non-Profit) Organisation,
- Unternehmen oder
- Bildungseinrichtung.
Bewerbungsfrist und Link
Bewerbungen können bis zum 17.05.2026 über das Bewerbungsportal eingereicht werden.
Bewerbung einreichen
Um eine Bewerbung einzureichen, registrieren Sie sich einmalig im Bewerbungsportal und füllen einen Fragebogen rund um Ihr Projekt aus. Eine Voransicht des Fragebogens finden Sie hier (PDF).
Wenn die Bewerbung erfolgreich eingereicht wurde, erscheint sie im Bewerbungsportal links neben der Karte. Bitte prüfen Sie außerdem, ob Sie eine Bestätigungsmail erhalten haben.
Sollte Ihre eingereichte Aktivität nicht erscheinen, wenden Sie sich bitte an nachhaltigkeit@duesseldorf.de
Womit kann ich mich bewerben?
Sie können sich mit Ihrem Engagement, Projekt oder einer bestimmten Aktivität in Düsseldorf bewerben. Diese(s) wird bereits umgesetzt, muss jedoch noch nicht final abgeschlossen sein.
Ihr Tun kann sowohl eine neue Idee realisieren als auch von langjährigem Engagement geprägt sein.
Kann ich mich mehrfach bewerben?
Ja, jede*r kann sich mit bis zu drei unterschiedlichen Aktivitäten bewerben.
Meine Aktivität wird finanziell gefördert. Kann ich mich bewerben?
Grundsätzlich können auch Aktivitäten eingereicht werden, die eine externe finanzielle Förderung erhalten, auch aus öffentlichen Mitteln.
Für Angaben hierzu sind in der Bewerbung entsprechende Felder vorhanden.
Was wird bewertet?
Bewertet wird sowohl die Wirkkraft der Aktivität sowie das dahinterstehende Engagement. Auch Kreativität oder besondere Kooperationen können eine Rolle spielen. Berücksichtigt wird außerdem, wie innovativ die Aktivität ist, inwiefern Dritte darüber informiert werden und ob sie sogar von anderen übernommen werden kann.
Was kann ich gewinnen?
Zu gewinnen gibt es ein Preisgeld von insgesamt 7.000 Euro, das auf die drei Finalist*innen aufgeteilt wird (4.000€ Platz 1, 2.000€ Platz 2, 1.000€ Platz 3). Das Preisgeld steht den Gewinner*innen zur freien Verfügung.
Mit den drei Finalist*innen wird zudem ein Videoclip über ihr Engagement aufgenommen, den sie zur weiteren Nutzung erhalten.
Der Preis erzeugt auch eine bereitere öffentliche Wahrnehmung Ihrer Idee und des Engagements. Im besten Fall gewinnen wir in Düsseldorf viele weitere Mitstreiter*innen für mehr Engagement für Nachhaltigkeitsthemen.
Fakten, Motivation und Aktionen
Archiv
Rückblick
2025: Biodiversität
Der erste Düsseldorfer Zukunftspreis 2025 wurde zum Thema Biodiversität vergeben. 76 Bewerbungen zeigten eindrucksvoll das starke und vielfältige Engagement der Düsseldorfer*innen für den Erhalt der Artenvielfalt.
Mehr zum Preis 2025 finden Sie hier.