Umfeld Bilker Bahnhof
Anlass
Die Grundstückeigentümer der Flächen der Düsseldorf-Bilk Arcaden und des gegenüberliegenden Kaufhausareals haben sich an die Stadtverwaltung gewandt, um die zukünftige Entwicklung ihrer Flächen und Liegenschaften sowie des städtebaulichen Umfeldes des Bahnhofs Bilk zu eruieren. Ausgehend von einer umfassenden Bestandsaufnahme wurde eine SWOT-Analyse für den Gesamtraum sowie getrennt für die Düsseldorf Arcaden erstellt. Bei der SWOT-Analyse geht es im Wesentlichen um Fragen, wie verhindert werden kann, das aus vorhandenen Schwächen weitere Risiken werden und wie es gelingt, ausgehend von den vorhandenen Stärken und Chancen, die Qualitäten des Standortes für die Stadtgesellschaft zu steigern.
Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass es einer Weiterentwicklung bedarf. Die öffentlich zugänglichen Bereiche vor den Düsseldorf-Bilk-Arcaden und der Parkplatz auf der Kauflandfläche weisen einen hohen Versiegelungsgrad auf, der sich in den Sommermonaten als stadtklimatisch hochbelasteter Bereich aufheizt. Die Freibereiche auf und hinter dem Einkaufszentrum bedürfen einer stärkeren Öffnung und Aufwertung sowie Lärmschutz. Die bisherigen Einzelhandelsflächen Düsseldorf-Bilk-Arcaden und die Kaufhausfläche haben untergenutzte Bereiche und können bei einer Neuausrichtung Raum für eine erweiterte Nutzungsmischung bieten.
Plangebiet
Das Umfeld des Bilker Bahnhofs ist das Herzstück des Stadtbezirkes 3 mit den zentralen Einrichtungen wie Bürgerhaus Bilk, Stadtteilbücherei und Schwimmbad und bildet mit dem Einkaufszentrum Düsseldorf-Bilk-Arcaden und dem gegenüberliegenden Kaufhaus „Kaufland“ einen wesentlichen Bestandteil des großen Stadtteilzentrums „Bilker Bahnhof/Friedrichstraße Süd“.
Der Bilker S-Bahnhof als Regionalhalt und wichtiger ÖPNV-Umsteigepunkt ist gemäß dem Stadtentwicklungskonzept „Raumwerk D“ ein „Stadtanker“, ein überregionaler Ankommensort und damit als Stadteingang eine urbane Visitenkarte der Stadt.
Die zu betrachtende Fläche umfasst das Grundstück Friedrichstraße 129-133 (Einkaufszentrum Düsseldorf-Bilk-Arcaden und Bürgerhaus Bilk) inklusive Vorplatz und Grünflächen auf dem Dach und dem rückwärtigen Bereich entlang der Bachstraße sowie dem Grundstück Friedrichstraße 152 (Kaufhaus mit Parkplatz), das sich bis zur Weberstraße erstreckt. Planungsrechtlich gelten hier die Bebauungspläne Nr. 5475/054 -Bilk Arcaden- und Nr. 5475/046 -Friedrichstraße/Bilker Bahnhof-.
Bürgerworkshop, Spaziergang und Stadtralley für Kinder und Jugendliche
Mitte 2024 wurde die Durchführung eines öffentlichen Workshopverfahrens für das Umfeld des Bilker Bahnhofs beschlossen, um wichtige Impulse für die zukunftsfähige Weiterentwicklung dieses Stadtbereiches zu setzen.
Im Rahmen des extern moderierten öffentlichen städtebaulichen Workshops sollten ergebnisoffen Zukunftsperspektiven für den Gesamtraum und die unterschiedlichen Teilräume ermittelt und aufgezeigt werden. Die Beteiligung konzentrierte sich auf drei Bereiche (Fokusräume):
- Düsseldorf-Arcaden und Vorplatz
- Kaufland-Grundstück
- Plateau (Freifläche westlich der Arcaden)
Ziel der Öffentlichkeitsbeteiligung war es, die im Vorfeld vorgenommene städtebauliche Analyse und die daraus entwickelten Visionen mit einer breiten Öffentlichkeit zu diskutieren und auf den Prüfstand zu stellen. Daher wurden vier zentrale Beteiligungsformate im Rahmen des Workshopverfahrens zwischen November und Dezember 2024 durchgeführt:
- Stadtrallye für Kinder und Jugendliche (29.11.): Quartiersanalyse via App
- Stadtspaziergang (03.12.): Gemeinsame Besichtigung mit Diskussion
- Städtebaulicher Workshop im Bürgerhaus Bilk (04.12.): Austausch an drei Thementischen
- Online-Beteiligung (20.11.–18.12.): Drei Fragebögen zu je einem Fokusthema.
Der Teilnehmerkreis des Workshops setzte sich aus ca. 100 Personen interessierter Bürgerinnen und Bürgern, Anwohnenden, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, der Verwaltung, der Grundstückseigentümer und des Einzelhandels sowie weiteren Verbänden und Interessengruppen aus der Umgebung mit Unterstützung von externer Fachexpertise (Vertreterin des Baukulturbeirates) zusammen. Die Moderation übernahm das Büro Heinz Jahnen Pflüger aus Aachen.
Eine ausführliche Dokumentation mit allen Ergebnissen der Öffentlichkeitsbeteiligung wird im Downloadbereich bereitgestellt.