16 weitere Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

| Kultur erstellt von Meissner, Valentina

Am Dienstag, 28. Juni, werden 16 weitere Stolpersteine an zehn Stellen in verschiedenen Düsseldorfer Stadtteilen verlegt und erinnern an Opfer des Nationalsozialismus.

275 "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig gibt es bereits im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet. Die 10 x 10 Zentimeter großen Messingtafeln erinnern mit den Lebensdaten ("Hier wohnte ...") im Bürgersteig an Opfer des Nationalsozialismus. Am Dienstag, 28. Juni, kommen 16 weitere Stolpersteine an zehn Stellen in verschiedenen Düsseldorfer Stadtteilen dazu. Private Paten haben sie finanziert, der Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf koordiniert die Aktion.


So wird ein Stolperstein auf der Beuthstraße 4 für Mendel Eimer verlegt. Dessen Enkelin Florence Fruchter und eine weitere Angehörige werden aus diesem Grund eigens aus New York anreisen. Auf der Brehmstraße 84 werden neue Stolpersteine an Fritz und Emmy Grunewald erinnern, die in Auschwitz ermordet wurden. Aus Detroit werden die Enkelin Charlotte Massey sowie weitere Angehörige aus Frankreich und Belgien anreisen, um bei der Verlegung dabei zu sein. Eine konkrete Uhrzeit kann für die Verlegungen nicht angegeben werden, da zuvor acht andere Stellen angefahren werden.


Am Mittwoch, 29. Juni, um 10 Uhr wird die Einweihung des Stolpersteins für Paul Gerlach auf der Unterrather Straße 185 in Anwesenheit des Paten sowie Vertretern der AWO und der SPD stattfinden. Auch der Leiter der Mahn- und Gedenkstätte, Dr. Bastian Fleermann, wird aus diesem Anlass vor Ort sein. Am Mittwoch, 29. Juni, um 16 Uhr wird zudem der Bürger- und Heimatverein Gerresheim am Alter Markt 5 den Stolperstein für Josef Funk mit einer kleinen Zeremonie einweihen. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Dr. Peter Henkel, wird dabei anwesend sein.


Aufgrund seiner großen Arbeitsbelastung wird Gunter Demnig dieses Mal bei den Verlegungen nicht selbst dabei sein. Die Arbeiten werden vom städtischen Tiefbauamt durchgeführt und von Mitarbeitern der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf begleitet.