Metro Campus
Anlass
Vor dem Hintergrund des anhaltenden Wohnraumbedarfs in Düsseldorf soll auf dem ehemaligen METRO Campus ein neues, urbanes Stadtquartier entstehen. Das Areal bietet die Chance, einen bedeutenden Standort im Düsseldorfer Osten nachhaltig weiterzuentwickeln und mit den umliegenden Quartieren zu vernetzen.
Grundlage der Planung ist ein städtebaulicher Entwurf, der aus einem qualitätssichernden Verfahren hervorgegangen ist, das gemeinsam von der damaligen Eigentümerin des Grundstücks und der Landeshauptstadt Düsseldorf durchgeführt wurde. Das Grundstück wurde inzwischen von der METRO AG an Swiss Life Asset Managers veräußert, die die Entwicklung des Quartiers fortführt.
Ziel ist die Schaffung eines gemischt genutzten Stadtquartiers mit einem Schwerpunkt auf Wohnungsbau. Ergänzend sind soziale Infrastruktur, Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie sowie attraktive Freiräume vorgesehen. Durch die Mischung unterschiedlicher Nutzungen sollen kurze Wege, ein lebendiges Quartier und eine hohe Aufenthaltsqualität entstehen.
Besonderes Augenmerk liegt auf einer nachhaltigen und flächenschonenden Stadtentwicklung. Hierzu gehören qualitätsvolle öffentliche Räume, moderne Mobilitätsangebote, klimaangepasste Freiraumkonzepte sowie die Schaffung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse.
Auf Grundlage des städtebaulichen Entwurfs wird derzeit das Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Im Rahmen des Verfahrens werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des neuen Stadtquartiers geschaffen.
Plangebiet
Das Plangebiet ist ca. 9,2 ha groß und liegt zwischen der Schlüter-, Metro- und Walter-Euckenstraße. Zurzeit befindet sich auf der Fläche neben dem Cash&Carry Markt, ein Media Markt und Teile der Hauptverwaltung der Metro AG. Das Plangebiet wird durch eine ca. 2,5 ha große Teilfläche des Stadt-Natur-Parks Flingern ergänzt.
Qualitätsicherndes Verfahren
Mit einem städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb zum „METRO Campus“ hat sich METRO PROPERTIES zusammen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf im Juni 2020 auf die Suche nach einem innovativen Konzept begeben, um im Bereich des heutigen METRO-Campus ein Quartier der Zukunft zu entwickeln.
Im Sinne einer zeitgemäßen und flächenschonenden Planung ist es Ziel, neben der Hauptverwaltung der METRO AG ein ökologisch nachhaltiges, autofreies und durchmischtes Quartier zu entwickeln, das Wohnen, Arbeiten, Handel und Freizeit qualitätvoll verbindet.
15 Teams aus Stadtplaner*innen, Architekt*innen und Landschaftsarchitekt*innen sind Ende 2020 in den Wettbewerb gestartet. Daraus wurden 6 Teams von einer hochkarätig besetzten Jury im April 2021 für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt. In allen Wettbewerbsphasen wurde den Bürger*innen die Gelegenheit gegeben, die Entwürfe einzusehen und Anregungen zu geben. Diese wurden der Jury und den teilnehmenden Büros zur Bearbeitung und zur Beurteilung zur Verfügung gestellt.
Wettbewerbssieger ist der Entwurf des Teams
ACME, London mit Stadt Land Fluss, Berlin mit Kieran Fraser Landscape Design, Wien
Das prämierte Konzept sieht entsprechend den Vorgaben aus dem Wettbewerb die Entwicklung eines urbanen, gemischtgenutzten Quartiers mit einer prägnanten baulich-räumlichen Struktur und eigenständiger Identität vor. In den vier verschiedenen weitgehend autofreien Quartieren sollen bis zu 1.300 Wohneinheiten entstehen. Einzelhandel, Markthalle, Gastronomie und Handwerk aber auch drei Kindertagesstätten, eine zweizügige Grundschule und Pflegeeinrichtungen werden in die Planung integriert und gestalten so ein lebendiges Quartier.
Der Siegerentwurf bildet die Grundlage für die nun anschließenden Bauleitplanverfahren. Bürger*innen werden zeitnah in diesen Prozess einbezogen.
Bauleitplanung
Um den Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs planungsrechtlich zu sichern, ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Im Parallelverfahren wird der Flächennutzungsplan geändert.
Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 (1) BauGB wurde in der Zeit vom 18.01.2022 bis 15.02.2022 durchgeführt.
Aktuell werden Gutachten erarbeitet und die städtebauliche Planung entsprechend der Untersuchungsergebnisse modifiziert.