Spielplätze auf Stadtplätzen

Einige Düsseldorfer Stadtplätze weisen schon in ihrer ursprünglichen Konzeption Spielplätze auf, dazu zählen Fürsten- und Hansaplatz. Andere Plätze sind erst in der Nachkriegszeit umgestaltet und mit Spielgeräten ausgestattet worden.

In fast allen Fällen haben Plätze in der Stadt eine zentrale Funktion für das jeweilige Quartier oder den Stadtteil. Sie fungieren als „grüne Insel“, nachbarschaftlicher Treffpunkt, Marktplatz und stehen teilweise unter Denkmalschutz. Daher sind interessante, vielfältige Spielangebote nur eine Anforderung unter vielen, die in einem Gesamtkonzept in Einklang zu bringen sind.

Heinefeldplatz – Ein Platz für Jung und Alt

Im Stadtteil Unterrath ist auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern ein grüner Stadtplatz mit Spielplatz saniert worden. Mitten im Wohngebiet bietet die kleine grüne Oase Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersgruppen und Jugendliche. Aber auch für die Erwachsenen hat der Platz etwas zu bieten.

Umgeben von schönen hohen Bäumen, ist der Platz an sich schon sehr schön und bietet Spaziergängern und Erholungssuchenden eine hohe Aufenthaltsqualität. Der Stadtplatz ist in drei Bereiche gegliedert. Rings herum führt ein Spazierweg, der sehr schön unter Bäumen entlangführt.

Kolpingplatz

Auf dem Kolpingplatz in Pempelfort, einem historischen Stadtplatz aus der Gründerzeit, befindet sich eine große Spieloase.

Der Kolpingplatz der früher übrigens Clever Platz hieß, wurde ursprünglich als reine gärtnerische Schmuckanlagen gestaltet, erst im frühen 20. Jahrhundert wurden bei einer Umgestaltung der Fläche eigene Teile für das Kinderspiel integriert, es dominierte jedoch weiterhin das repräsentative Grün. Nur zum Ansehen gedacht, von Zäunen und Parkaufsehern bewacht, dauerte es bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, dass Rasenflächen betreten werden durften und die Grün- und Platzanlagen für die Besucher benutzbar wurden.

Heute sind auf allen grünen Stadtplätzen ausnahmslos auch Kinderspielplätze angelegt. Vielfach sind sie nach dem 2. Weltkrieg bereits ein zweites oder drittes Mal umgestaltet worden. Was die Plätze mit ihrer meist über 100 Jahre zurückliegenden Entstehungszeit oft noch verbindet, ist ihr Rahmen aus einer oder zwei alt gewordenen Baumreihen, die gestalterisch zwischen der benachbarten Bebauung und dem Stadtplatz vermitteln. Alle Planer haben bei Umgestaltungen diesen Rahmen als stimmig erkannt und respektiert.

Paulinenplatz

Der Paulinenplatz ist eine kleine Grünanlage im Herzen des Stadtteils Reisholz, der zwischen Buchen-, Steuben- und Paul-Thomas-Straße liegt. Im Zuge des Umbaus wurde der vorhandene Kinderspielplatz im Rahmen des Masterplans Spielplätze der Landeshauptstadt Düsseldorf grundsaniert. Die denkmalgeschützte Parkanlage sowie die angrenzenden Fuß- und Radwege wurde mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Landesprogramm zur Stadterneuerung ausgebaut. Dadurch ist in Reisholz eine grüne Oase entstanden. Die Flächen sind räumlich so angeordnet, dass sich spielende Kinder und Ruhe suchende Parkbesucher gegenseitig nicht stören.

Der Paulinenplatz ist nach Pauline Heye, der Ehefrau des Firmengründers der Gerresheimer Glas AG, Ferdinand Heye, benannt. Die denkmalgeschützte Grünanlage ist eine typische Anlage der 1920er-Jahre, die nach Plänen des Gartenarchitekten Hans Schiller (1902 - 1992) angelegt wurde.

Dieses Kleinod der Gartenkunst ist in ihrer Struktur fast unverändert erhalten geblieben. Die fast dreieckige Grundstücksfläche wird auch heute noch von einer Reihe mächtiger Roteichen gefasst, an einigen Stellen wurden im Zuge der Sanierung Bäume ergänzt. Ruhige Wegeflächen mit zahlreichen Bänken schließen sich an, eingerahmt von Rosenbeeten und Hainbuchenhecken, laden sie zum Verweilen ein.