Sicherheit

Sicheres Radfahren

Mit dem Ziel, dem Radverkehr in Düsseldorf einen gleichberechtigten Platz im Verkehrssystem zu geben und die Stadt zu einer der fahrradfreundlichsten Großstädte Deutschlands zu machen, setzt die Landeshauptstadt im Rahmen der Marke „Wege für alle“ zahlreiche Maßnahmen und Gremien ein, um die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.

Hier erhalten Sie einen Einblick in die Maßnahmen und Projekte für sicheres Radfahren in Düsseldorf.

Einbahnstraßen mit Radverkehr
Einbahnstraßen mit Radverkehr

Die Unfallkommission

Das Gremium der Unfallkommission setzt sich aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde der Stadt, der Bezirksregierung, der Straßenbaubehörden (Stadt und bei Bedarf strassen.nrw) sowie des Ordnungsamtes (Verkehrsüberwachung) und der Polizei zusammen. Die Beteiligten finden sich regelmäßig oder anlassbezogen bei kurzfristigem Handlungsbedarf zusammen. Basis für die Arbeit sind die durch die Polizei ermittelten Unfallhäufungsstellen.

Bei der Hauptsitzung der Unfallkommission 2025 wurden 72 Unfallhäufungsstellen für den Radverkehr betrachtet und insgesamt 26 Aufträge zur Prüfung und Anpassung beschlossen.

Zur Entschärfung von Unfallhäufungsstellen dienen folgende Vorkehrungen:

  • Ergänzung der Verkehrsmöblierung (Poller, Markierungen, Signalanlagen)
  • Verbesserung der Sichtbeziehungen
  • Ordnungsrechtliche Anordnungen, wie ausgeschilderte Halteverbote oder Geschwindigkeitsbeschränkungen
  • Optimierung der Verkehrsführung oder Ampelsteuerung
Balkendiagramm das die Zahlen der Ordnungswidrigkeiten 2021 – 2025 anzeigt. 2021: 75.904 2022: 74.259 2023: 60.189 2024: 62.141 2025: 57.758
*) inklusive Drittanzeigen durch Bürgerinnen und Bürger © Ordnungsamt Düsseldorf

Freie Wege für alle Verkehrsteilnehmenden

Das Ordnungsamt überwacht schwerpunktmäßig Geh- und Radwege.

Neue Radverkehrsanlagen werden in der Anfangsphase verstärkt kontrolliert, um den Gewöhnungsprozess für alle Verkehrsteilnehmenden zu unterstützen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Schwerpunkte bei den angezeigten Ordnungswidrigkeiten, in die auch sogenannte Drittanzeigen von Bürgerinnen und Bürger eingerechnet werden, sind:

  • Parkverstöße in Haltverboten
  • Parkverstöße auf Schwerbehindertenparkplätzen
  • Verletzung von Parkscheinpflichten und Überschreitung der Höchstparkdauer
  • Parken in Feuerwehrzufahrten
  • Parken auf Funktionsflächen für Elektrofahrzeuge
Symbolfoto zum thema, iStock Nr. 1138134159

Konsequenzen bei Verstößen

Wer rücksichtslos auf Radverkehrsanlagen parkt, muss mit einem Verwarngeld von mindestens 55 Euro rechnen. Bei Behinderung oder Gefährdung von Radfahrenden ist sogar mit einem Bußgeld von 70 beziehungsweise 80 Euro zu rechnen. Zusätzlich wird ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg eingetragen. Auch kurzfristiges Halten auf Radverkehrsanlagen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Solche Verstöße sind häufig nur von kurzer Dauer, stellen jedoch für Radfahrende ein erhebliches Ärgernis und Sicherheitsrisiko dar.

 

Foto von einem Falschparker auf einem Radweg, der von Mitarbeitern der Fahrradstaffel des Ordnungsamtes erfasst wird.
Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde im Jahr 2018 entschieden, die Fahrradstaffel auch bei der Verkehrsüberwachung zu etablieren und die Personalstärke weiter auszubauen. © Ordnungsamt Düsseldorf

Fahrradstaffel - Sichtbar, schnell und flexibel im Einsatz

Die Fahrradstaffel ist ein wirkungsvolles Instrument des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) der Landeshauptstadt Düsseldorf. Sie ergänzt die klassische Verkehrsüberwachung und nutzt die Vorteile des Fahrrads für eine flexible, schnelle und besonders gut sichtbare Präsenz im Stadtgebiet.

Im Einsatz im Tag- und Nachtdienst sowie an Wochenenden überwacht sie rund 700 Kilometer des Düsseldorfer Radwegenetzes und trägt so zur Sicherheit und Ordnung im Straßenraum bei. Dabei verbindet sie hohe Beweglichkeit mit unmittelbarer Nähe zum Geschehen und schließt die Lücke zwischen Fuß- und Fahrzeugstreifen.

Die Fahrradstaffel stärkt die Sicherheit im öffentlichen Raum durch:

  • sichtbare Präsenz im gesamten Stadtgebiet
  • Ahndung von Verkehrsordnungswidrigkeiten mit Radfahrbezug
  • Förderung eines rücksichtsvollen Verkehrsverhaltens
  • Kontrolle von Grünanlagen sowie Natur- und Landschaftsschutzgebieten
  • frühzeitiges Erkennen und Melden von Gefahrenstellen und baulichen Mängeln im Verkehrsraum
Foto von Scannfahrzeug im Testbetrieb - Es handelt sich dabei um einen PKW, der auf dem Dach eine Messtechnik installiert hat.
Das Scanfahrzeug kann selbst bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern falsch abgestellte Fahrzeuge erfassen. © Landeshauptstadt Düsseldorf/ Amt für Verkehrsmanagement, Foto: David Young

Scanfahrzeug gegen Falschparker auf Radwegen

Seit August 2025 testet die Landeshauptstadt Düsseldorf für eine noch effektivere Verkehrsüberwachung ein Scanfahrzeug, um Falschparker insbesondere auf wichtigen Radwegen effizient zu erfassen und so die Verkehrssicherheit zu verbessern. Das Fahrzeug kann während der Fahrt Kennzeichen scannen und bei klaren Verstößen automatisch Bußgeldverfahren einleiten, wodurch mehr Strecken kontrolliert werden können als bei manueller Überwachung.

Die Technologie ergänzt die bestehende Verkehrsüberwachung und wird nach der Testphase ausgewertet. Aufgrund der aktuellen Rechtslage in Nordrhein-Westfalen ist der Einsatz auf eindeutige Parkverstöße wie das Halten auf Radwegen oder im Haltverbot beschränkt; eine automatisierte Kontrolle von Parkscheinen ist nicht zulässig.

Maßnahmen zur Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheitstage & -aktionen

Über zielgruppenspezifische oder saisonal ausgerichtete Veranstaltungen und Aktionen verbessert die Stadt das Bewusstsein für die Verkehrssicherheit bei Groß und Klein.

Jedes Jahr finden im Sommer die Verkehrssicherheitstage für die 4. Klassen bei der Rheinbahn statt. Die Aktionstage werden gemeinsam von der Verkehrswacht, der Polizei und der Rheinbahn durchgeführt. Zusätzlich organisieren die Polizei und die Verkehrswacht einmal jährlich – in der Regel im November – eine gemeinsame Aktion zum Thema Sicherheit durch Sichtbarkeit.

 

Foto von der Kreuzung Oberbilker Allee/Kruppstraße, auf der die Rotmarkierug aufgebracht wird.
Testfeld Lastring – An insgesamt 13 Verkehrsknoten wurden die Fahrradspuren rot eingefärbt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/ Amt für Verkehrsmanagement

Testfeld Lastring: Kennzeichnung Radverkehrsfurten

Im Jahr 2024 wurde in Düsseldorf die Roteinfärbung von Radverkehrsfurten im gesamten Kreuzungsgebiet am Lastring umgesetzt. Damit geht die Stadt über die bisherige Nutzung roter Radwege an Gefahrenstellen, wie Ein- und Ausfahrten, hinaus und setzt einen neuen Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende.

Mehr Informationen zum Testfeld Lastring finden Sie hier.