Dreifachtabatiere mit Porträts des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz und seiner Gemahlin Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach; Meissen, um 1750; Privatsammlung

Luxus, Liebe, Blaue Schwerter – Faszination Rokoko


21. September 2019 bis 19. Januar 2020 - VERLÄNGERT BIS 1. MÄRZ 2020

Keine Epoche wird derart mit Luxus und Raffinesse verbunden wie das 18. Jahrhundert. Im Rokoko wird das Interieur als Gesamtkunstwerk angesehen. Dessen einzelne Elemente sollen sich in ihrer Wirkung gegenseitig steigern, um auf diese Weise einen Gesamteindruck von größter Eleganz zu erzielen.
Frankreich mit dem Hof in Versailles war zu dieser Zeit für ganz Europa stilbildend. In der Hauptstadt Paris offerierten die »marchands merciers«, die Luxuswarenhändler, Kunstwerke, die weit über die Landesgrenzen hinaus Begehrlichkeiten weckten. Ganz besonders im Werkstoff Porzellan haben diese Kleinode Ausdruck gefunden.
In einer Inszenierung mit historischen Möbeln und Gemälden werden im Großen Saal des Palais Nesselrode die schönsten Kostbarkeiten dieser Epoche aus Privatsammlungen präsentiert.

Vase "1001 Nacht ", Form: Ludwig Zepner, 1960; Plastik: Peter Strang, 1974; Dekor: Heinz Werner, 1974; Meissen. Meissen Porzellan-Stiftung

Märchenhaftes Meissen – Traumwelten der DDR

28. November 2019 bis 1. März 2020

In den 1960er und 70er Jahren entwickelt das Künstlerkollektiv – Peter Strang (*1936), Heinz Werner (*1928) und Ludwig Zepner (1931–2010) – gänzlich neue Formen und Malereien für das Meissener Porzellan in der DDR. Auffallend viele Dekore und Malereien basieren thematisch auf Märchen und Erzählungen – also Sujets, die bewusst oder unbewusst unpolitisch angelegt sind. Hier begegnet der Betrachter den Helden aus 1001 Nacht, den Feen und Trollen aus Shakespeares »Sommernachtstraum«, dem Lügenbaron Münchhausen sowie Waldnymphen und lüsternen Jägern, die ihnen nachstellen. Hinzu kommen phantastisch wirkende Blumen und Bäume, die anmuten als kämen sie aus einer anderen Welt.