News

News

Hedda Roman erhalten den META-Wave-Award der Photofair Shanghai 2026

  • Ausstellungsansicht, Hedda Roman, PHOTOFAIRS Shanghai, 2026 Ausstellungsansicht, Hedda Roman, PHOTOFAIRS Shanghai, 2026

Die 11. Ausgabe von PHOTPFAIRS Shanghai, die vom 7.5. – 10.5.2026 im Shanghai Exhibition Centre stattgefunden hat, endet mit der Vergabe des META-Awards. Dieser Preis ehrt Künstller*innen deren Werke die Zukunft der Fotografie beeinflussen und mitgestalten.

PHOTOFAIRS Shanghai
Hedda Roman


Alex Grein erhält den Luise-Straus-Preis des LVR 2026

  • Alex Grein, "Speicher", 2021, Ausstellungsansicht Galerie Gisela Clement, Foto: Mareike Tocha Alex Grein, "Speicher", 2021, Ausstellungsansicht Galerie Gisela Clement, Foto: Mareike Tocha

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR präsentiert zur Preisverleihung die Ausstellung „ongoing“ / 22.5. – 5.7.2026

Der Luise-Straus-Preis des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) würdigt hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Bildenden Kunst und richtet sich an bildende Künstlerinnen, die seit mindestens zwei Jahren im Gebiet des LVR leben und/oder arbeiten. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisträgerin erhält stets eine Einzelausstellung im Leonora-Carrington-Saal des Max Ernst Museums, zu der der LVR einen begleitenden Katalog produziert. Die Preisverleihung und Ausstellung ihrer Arbeiten finden im Mai 2026 statt. Alex Grein reflektiert mit ihren Arbeiten fotografische Prozesse und hinterfragt etablierte Seh- und Handlungsweisen. Sie greift auf Fotografien, Archivmaterial und Found Footage aus digitalen Bildströmen zurück und überführt diese in materielle Zusammenhänge. Indem sie analoge und digitale Bildwelten verschränkt, macht sie sichtbar, wie bildgebende Medien unsere Wahrnehmung und unser Verständnis von Wirklichkeit prägen. Alex Grein präsentiert eine Auswahl früherer und neuer Arbeiten, die ihre sich stetig entwickelnde künstlerische Praxis und wiederkehrende Fragestellungen sichtbar machen. Sie arrangiert Objekte auf Screens, die Fotografien oder virtuelle Reisen durch Google Earth zeigen und fotografiert oder filmt diese erneut. Dadurch entstehen irritierende Bildräume, in denen sich Größenverhältnisse verschieben und physikalische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt scheinen.

Alex Grein – ongoing | Max Ernst Museum Brühl des LVR


Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024
Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf, Foto: Stephan Macháč 2024

Ein Bericht über die Fotografie in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist seit Jahrzehnten eng mit der Fotografie verknüpft. Der Bericht "Düsseldorf und Fotografie", den das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Christina Irrgang erstellt hat, dokumentiert, wo die Akteurinnen, Akteure, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf aktuell stehen.

Der Bericht verdeutlicht die Diversität des internationalen Fotostandortes und bietet eine aktuelle Grundlage, um die zukünftige fotografische Entwicklung in Düsseldorf zu fördern. Darüber hinaus wird die Rolle der Fotografie in Düsseldorf, ihre wichtigsten Orte für die Vermittlung, Erforschung und Archivierung, die regionale und internationale Vernetzung sowie ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor gespiegelt.

Seit der Erfindung der Fotografie ist Düsseldorf eng mit dem Medium verbunden. Frühzeitig haben Künstlerinnen und Künstler in Düsseldorf die Fotografie kontinuierlich in ihre künstlerische Praxis integriert. Daraus hat sich ein international einzigartiges Netzwerk aus Lehre, Produktion, Verarbeitung und Präsentation von Fotografie entwickelt. Dieses Netzwerk und der Umgang mit dem Medium Fotografie als Kulturgut sollen auch zukünftig gemeinsam mit allen Beteiligten weiterentwickelt werden.

Aus diesem Grund hat die Landeshauptstadt Düsseldorf im Mai 2021 die deutschlandweit erste Koordinierungsstelle für Fotografie im Kulturamt eingerichtet und stellt nun den im Juni 2022 fertiggestellten Bericht "Düsseldorf und Fotografie" vor. Der Bericht ist vollständig als PDF-Datei auf dieser Seite abrufbar.

  • Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf Abb. Publikation "Düsseldorf und Fotografie" © Landeshauptstadt Düsseldorf

Wir stellen regelmäßig Auszüge aus dem 100-seitigen Kulturamtsbericht „Düsseldorf und Fotografie“ vor und geben Hintergrundinformationen über die Historie, das Netzwerk, die Akteur*innen, Institutionen und Initiativen der Fotografie in Düsseldorf. Diesen Monat stellen wir den Auszug über KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION vor.

KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION

KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION ist eine Stiftungsinstitution für internationale Gegenwartskunst im Düsseldorfer Medienhafen. Das Haus habe bereits seit seiner Gründung durch Monika Schnetkamp im Jahr 2008 zahlreiche fotografische Positionen in thematischen Gruppenausstellungen gezeigt, so die künstlerische Direktorin Julia Höner, wobei die große Bandbreite an fotografischen Stilen und Herangehensweisen internationaler Künstler*innen und somit die Wandelbarkeit des Mediums im Fokus stünden. Exemplarisch benennt Höner die Auseinandersetzung mit fotografischem Archivmaterial, wie bei den Arbeiten von Peter Piller, das essayistische Portraitieren sozialer Gruppen, wie bei den Fotografien von Tobias Zielony, oder die szenisch-experimentelle Objektfotografie, die die Bilder von Barbara Kasten zum Ausdruck brächten. „Namhafte künstlerische Fotograf*innen und aufstrebende Absolvent*innen der Kunstakademie werden immer wieder in unseren Ausstellungen berücksichtigt. Darüber hinaus sichert die lokale Fotoindustrie mit ihren gut ausgestatteten Produktionsstätten hohe Qualitätsstandards bei der Neuproduktion von Kunstwerken“, so Höner in Bezug auf den Standort Düsseldorf in Zusammenhang mit dem Ausstellungsprogramm ihres Hauses und den dort vorgestellten fotografischen Werken. Höner befasst sich in ihrer kuratorischen Arbeit mitunter mit neuen, digitalen Bildphänomenen und ihrem Einfluss auf die aktuelle Kunst – auch mit Blick darauf, inwiefern diese Auskunft über unsere Gegen-wart geben. Es ist dieser Aspekt, dem sie innovativen Wert beimisst, deswegen ist sie der Überzeugung, dass „jede neue Institution in der Metropolregion Rhein-Ruhr, die sich konservatorischen Fragen widmet und die sich forschend nicht nur auf die Geschichte der Fotografie bezieht, sondern sich aktuellen, digitalen Bildphänomenen annimmt und damit zusammenhängende bildwissenschaftliche Fragestellungen entwickelt, ein Gewinn für die Region wäre. In postpandemischen Zeiten sind darüber hinaus aber auch Stipendien und andere Förderinstrumente ein wichtiges Mittel, um die Zukunft der Fotografie zu sichern und die Relevanz der künstlerischen Fotografie in die Gesellschaft hinein zu vermitteln.“


Düsseldorf und Fotografie Karte

Düsseldorf und Fotografie Karte

Für eine bessere Orientierung in der Fotostadt Düsseldorf, haben wir eine „Düsseldorf und Fotografie“ Karte erstellt und in unseren Stadtplan maps.duesseldorf.de integriert.


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DÜSSELDORF

Community, Fotografie und Gemeinschaft / Kunstpalast / bis 25.5.2026

  • Star Trek Convention, Neal Slavin, 1972-75, Kunstpalast, Fotografie und Gemeinschaft, 2026 Star Trek Convention, Neal Slavin, 1972-75, Kunstpalast, Fotografie und Gemeinschaft, 2026

Der Fußballfanclub, die Familie, das politische Kollektiv – Menschen streben nach Zugehörigkeit. Seit der Erfindung der Fotografie hält das Medium Zugehörigkeit nicht nur fest, sondern kann sie ebenso befeuern oder infrage stellen. Fotografie macht es möglich zu demonstrieren, dass man Teil von etwas Größerem ist. Ebenso kann sie sich in den Dienst der Grenzziehung zu jenen stellen, die nicht Teil der eigenen Community sind. Die Ausstellung beleuchtet das facettenreiche Verhältnis von Fotografie und Gemeinschaft in Geschichte und Gegenwart. Sie versammelt angewandte wie künstlerische Positionen, die diesem Verhältnis nachgehen – sei es mit subtilem Witz, in eindrücklicher Solidarität, oder mit dem Ziel einer präzisen Analyse. Die Ausstellung wird aus der fotografischen Sammlung des Kunstpalastes heraus entwickelt und durch internationale Leihgaben ergänzt. Besuchende werden aktiv in die Ausstellung einbezogen und können sich mit ihren eigenen Gemeinschaftsbildern einbringen. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit Beiträgen aus der kunstwissenschaftlichen, soziologischen und historischen Forschung zum Thema.

COMMUNITY. Fotografie und Gemeinschaft - Kunstpalast Düsseldorf


Licht im Blick – Fotografie im Werk von Heinz Mack / ZERO Foundation / bis 13.6.2026

  • Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste / Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste, 1997, Foto: Heinz Mack © VG Bild-Kunst, Bonn, 2023 Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste / Heinz Mack, Lichtreflektoren in der Wahiba Wüste, 1997, Foto: Heinz Mack © VG Bild-Kunst, Bonn, 2023

Das fotografische Werk von Heinz Mack ist in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt. Daher setzt die Ausstellung der ZERO foundation in Zusammenarbeit mit der MACK FOUNDATION zum ersten Mal den Fokus auf dieses Medium, welches der Künstler in weiten Teilen als dokumentarisch betrachtet hat. Aber es gibt Ausnahmen, die in dieser Ausstellung zu sehen sind. Heinz Mack hat von Jugend an fotografiert. Bereits in den 1940er Jahren hat er die ländliche Umgebung, in der er aufwuchs, erkundet und hier Strukturen gesehen und fotografiert, die ihn faszinierten. Möglich war dies, weil sein Onkel bei der Firma Leitz arbeitete und zu dieser Zeit bereits über eine Leica-Kamera verfügte. So belegen diese frühen Fotografien das Interesse des Schülers Heinz Mack an ästhetischen Phänomenen, welche sich seit den 1950/60er Jahren in der für ihn signifikanten künstlerischen Handschrift wieder finden. Diese werden in der Ausstellung durch frühe Zeichnungen und Pastelle sichtbar, die im Besitz der ZERO foundation sind und die ebenso Einblicke in das strukturelle Sehen des Künstlers geben. Die großformatigen C-Print-Diasec-Fotografien und die schwarz-weißen Fotocollagen beziehen sich thematisch auf die ephemeren Kunstaktionen seines monumentalen und utopischen „Sahara-Projekts“, bestehend aus Sandreliefs, Flügeln, Würfeln, Spiegeln, Segeln und monumentalen Lichtstelen. Unter anderem durch Experimente mit dem Licht der Wüste entstanden abstrakte Lichtbilder, die den ästhetischen Reiz eines Naturschauspiels oder das Ergebnis seiner immerwährenden Versuche festhalten, das Licht auf künstlerische Weise sichtbar zu machen.

ZERO foundation


Here, There, Once And For All / Sebastian Riemer und Katja Tönnissen / van Horn Galerie / bis 3.7.2026

  • Sebastian Riemer, 18452 CARAVAGGIO. NARCISSUS, 2019, Pigment Print, 200 x 200 cm, gerahmt Sebastian Riemer, 18452 CARAVAGGIO. NARCISSUS, 2019, Pigment Print, 200 x 200 cm, gerahmt

Die Ausstellung ist aus etwas gewachsen, das uns besonders nahesteht: großartige Kunst, Freundschaft, ein Gefühl von Gemeinschaft und eine lebendige, eng verbundene Kunstszene hier in Düsseldorf. Es sind die persönlichen Verbindungen, die gemeinsamen Reisen, die Gespräche, die Ateliers in der unmittelbaren Nachbarschaft – und vor allem der gegenseitige Respekt, die diese Zusammenarbeit möglich gemacht haben.

Current Exhibition - VAN HORN


Traces [over time] / Helmut Schweizer / Galerie Pfab / Showroom: Andreas Zagler / bis 14.6.2026

Helmut Schweizer, Handlungen Alltägliches, 1972-74 62 x 44,5 cm, 3 Fotografien auf Karton
Helmut Schweizer, Handlungen Alltägliches, 1972-74 62 x 44,5 cm, 3 Fotografien auf Karton

Traces [over time] / Helmut Schweizer / Galerie Pfab / Showroom: Andreas Zagler / bis 14.6.2026

Anlässlich von Helmut Schweizers 80. Geburtstags im Mai 2026 widmet ihm die Galerie Pfab eine retrospektive Ausstellung. Sie greift zentrale Themen seines Werks auf: existenzielle Fragen, die sich aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ergeben, sowie die Ambivalenz von Fortschritt – zwischen Bedrohung und Hoffnung.

News - Galerie Pfab


Osaka Kontinuum / Katja Stuke und Oliver Sieber / Stadtmuseum Düsseldorf / bis 31.05.2025 / Finissage 30.5.2026, 15 Uhr

  • Osaka Kontinuum, Katja Stuke und Oliver Sieber, Stadtmuseum Düsseldorf, 2026, Foto: Katja Stuke Osaka Kontinuum, Katja Stuke und Oliver Sieber, Stadtmuseum Düsseldorf, 2026, Foto: Katja Stuke

2006 waren Katja Stuke und Oliver Sieber Stipendiatinnen des ArtEX-Programms, einem Künstlerinnenaustauschs zwischen Düsseldorf und Osaka. Seitdem sind sie fast jährlich nach Japan zurückgekehrt. Nach ihrer Rückkehr aus Osaka lernten sie Marie Ogoshi kennen, die gerade nach Düsseldorf gekommen war, um an der Akademie zu studieren. Viele der fotografischen Arbeiten entstanden in Kansai oder Tokio – darunter Katja Stukes Serie „CCTV/Osaka Public“, Oliver    Siebers     “J_Subs“     sowie     gemeinsame     Projekte     wie „Japanese Lesson“, „Tokyo No Hate“    oder „La Ville Invisible“. In ihrer künstlerischen Praxis setzen sich beide Künstler*innen mit gesellschaftlichen Themen, politischen und sozialen Landschaften sowie Fragen nach Identität und Zugehörigkeit auseinander. Ohne die intensive Auseinandersetzung mit dem japanischen Fotografiebegriff, der Bedeutung von Fotobüchern in der japanischen Kunstgeschichte und den zahlreichen Begegnungen mit japanischen Kolleginnen wären ihr Publikationsprojekt Böhm Kobayashi, der Photo-Battle oder ANT!FOTO sicher nicht denkbar gewesen. Im Stadtmuseum Düsseldorf werden neben ausgewählten Fotografien auch Publikationen,  vielfältige Ephemera und Erinnerungsstücke der letzten 20 Jahre präsentiert. Künstlerkolleg*innen und Freund*innen haben Fotografien und Skizzen zu gemeinsamen Erinnerungen beigesteuert. Marie Ogoshi entwickelte für den Raum im Stadtmuseum Düsseldorf eine neue installative Arbeit.

Tea-Time Event: „Wir öffnen die Vitrine“ / 23.5.2026 15 – 17:30 Uhr

Am Samstag ist Japantag. Aus dem Anlass bringen Katja Stuke und Oliver Sieber weitere Bücher mit und öffnen von 15 Uhr bis 17:30 die Vitrine. Darin befinden sich neben Fotos auch Flyer, Briefe aus Japan, Tagebücher, Buch-Maquettes, Künstlerbücher, einige Sammelstücke und Unikate. Die Künstler*innen freuen sich darauf, von diesen Objekten und ihren Hintergründen zu erzählen, in Büchern zu blättern und Tee und Gebäck anzubieten (wenn es nicht zu voll wird…).

OSAKA KONTINUUM. – KATJA STUKE


Screening der Klasse Danica Dakić / Take a bow / Kö-Bogen II / Jeden Abend ab 20 Uhr / bis 31.5.2026

  • Take a bow, Kö-Bogen II, Düsseldorf, © Till Bödeker Take a bow, Kö-Bogen II, Düsseldorf, © Till Bödeker

Das Screening der Klasse von Professorin Danica Dakić zeigt aktuelle Videoarbeiten von Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf, entwickelt speziell für den 70 Meter langen LED-Screen am Kö-Bogen II. Die ortsspezifischen Werke untersuchen Körper, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit im urbanen Raum und hinterfragen, wie öffentliche Bildflächen unser Sehen, Erleben und Konsumverhalten prägen. Der Screen verwandelt den Kö-Bogen II und die anliegende Schadowstraße damit von einer tagsüber hochfrequentierten Einkaufsstraße in einen Kulturort bei Nacht. „Take a bow“ fördert so den Dialog zwischen Ausstellungsraum und Kunst im öffentlichen Raum und greift dabei aktuelle Ausstellungen Düsseldorfer Museen auf.

TAKE A BOW


Soul to squeeze / Mauro Antonio Barreto/ Public Screen / Johannes-Rau-Haus / bis August 2026

  • Ausstellungsansicht, LED-Screen, Johannes-Rau-Haus mit einer Videoarbeit von Mauro Antonio Barreto, 2026 Ausstellungsansicht, LED-Screen, Johannes-Rau-Haus mit einer Videoarbeit von Mauro Antonio Barreto, 2026

Seit Juli 2024 bespielt Neue Fotografie die LED-Wand am Johannes-Rau-Haus in Düsseldorf mit wechselnden künstlerischen Beiträgen. Thyra Schmidt und Hannes Norberg starteten mit eigens für den Screen konzipierten Arbeiten und laden seitdem weitere Künstlerinnen und Künstler ein, ebenfalls konzeptuell mit dieser Bildfläche im öffentlichen Raum umzugehen. Das Werk von Mauro Antonio Barreto erforscht die immateriellen emotionalen Spuren, die in der Romantik der Jugend verborgen liegen. In schlichten, alltäglichen Umgebungen angesiedelt, befinden sich Barretos Modelle fest in den verwirrenden Tiefen der Sehnsucht. Nicht wirklich gestellt, sich doch ihrer Rolle als Objekt des Kamerablicks durchaus bewusst, bewegen sie sich in Grauzonen zwischen Tiefgründigkeit und Leichtigkeit oder Gelassenheit und Angst.

PUBLIC SCREEN: SOUL TO SQUEEZE von Mauro Antonio Barreto / Juni bis August 2026 - Neue Fotografie


Uncertain Maps / Kai10 / bis 6.9.2026

  • Uncertein Maps, Kai10, Olafur Eliasson, Cartographic series IV, 2007, Courtesy der Künstler Uncertein Maps, Kai10, Olafur Eliasson, Cartographic series IV, 2007, Courtesy der Künstler

Künstler*innen: Franz Ackermann, Jens Bleckmann, DAG, Olafur ElIasson, Esther Ernst, Julius Hartauer, Michael Golz, Christian Pilz, Isabell Schulte

Kartographische Pläne sind selten eindeutige Aufzeichnungen des Gegebenen. Auch wenn sie Rationalität und Objektivität suggerieren, bewegen sie sich in einem nie von Subjektivität freien Raum zwischen Abbildern und Zeichen, zwischen Bild und Sprache – letztlich zwischen Realität und Fiktion – auch deswegen, weil sie Maßstäben folgen, die bestimmen, wo die Genauigkeit im Detail aufhört. Auf gedruckten Weltkarten wird der Standort von KAI 10 | ARTHENA FOUNDATION kaum zu finden sein. Erst in digitale Karten lässt sich beliebig hineinzoomen. Doch gibt es Länder und Orte, die nur auf fiktiven Karten zu finden sind, etwa das Lummerland aus Michael Endes berühmten Jim Knopf-Romanen. Kartographisch inspirierte Fiktionen gibt es jedoch nicht nur in Kinderbüchern, sondern auch im Werk vieler Künstlerinnen und Künstler. Hier finden wir originelle Auf- und Verzeichnungen von Reiseerlebnissen, daneben detaillierte Entwürfe erdachter Orte und Länder. Kartographisch anmutende, zeichensprachlich oder ornamental wuchernde Strukturen können sich zu ganz eigenen Weltentwürfen entwickeln. Vieles, was in Uncertain Maps zu sehen ist, bleibt vieldeutig: Handelt es sich um die Abbildung oder Evokation einer äußeren Wirklichkeit, von Landschaften und Städten? Sind es Versuche, innere, mentale Zustände aufzuzeichnen – emotionale oder kognitive Karten, die räumliche Informationen im Gedächtnis repräsentieren? Oder werden digitale Datenströme sichtbar gemacht? Auch für praktische und wissenschaftliche Zwecke erstellte Bilder lassen sich anders ‚lesen‘ als für das intendierte kartographische Vorhaben, etwa Satellitenaufnahmen des staatlichen isländischen Landesvermessungsamts. Wenn Künstlerinnen und Künstler ein Terrain sondieren, sei es ein reales oder der Fantasie entsprungenes, werden ihre Kartierungen in der Regel zu Uncertain Maps, die uns auf Wege führen, die in keinem gewöhnlichen Atlas zu finden sind.

Exhibition, Ausstellung, Düsseldorf, Kunst, zeitgenössische Kunst


Fred Stein – Ausgewählte Arbeiten / Galerie noir blanche / bis 13.06.2026

Fred Stein, Hannah Arendt, New York 1944; Aus dem Nachlass von Fred Stein
Fred Stein, Hannah Arendt, New York 1944; Aus dem Nachlass von Fred Stein

Fred Stein – Ausgewählte Arbeiten / Galerie noir blanche / bis 13.06.2026

Fred Stein (1909–1967) gehört zu den bedeutenden, aber lange Zeit unterschätzten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Sein Werk verbindet dokumentarische Präzision mit einem ausgeprägten humanistischen Blick, eine Verbindung, die ihn sowohl in der Straßenfotografie als auch im Porträt zu einer markanten Stimme der Moderne macht. Obwohl Stein zu seinen Lebzeiten Anerkennung fand, blieb seine Bedeutung lange Zeit im Schatten bekannterer Zeitgenossen. Erst in den letzten Jahrzehnten wird sein Werk verstärkt museal aufgearbeitet und kunsthistorisch reevaluiert. Heute gilt er als wichtiger Vermittler zwischen europäischer Avantgardefotografie und amerikanischer Dokumentarfotografie und als Künstler, der den Menschen in den Mittelpunkt seines Schaffens stellte.

noirblanche Düsseldorf - Ausstellungen


Leben nach Microsoft / Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste / bis 15.7.2026

  • Titelbild: Lewis Baltz, Cray supercomputer, C.E.R.N. Geneva, Switzerland, 1989–91, © Successors of Lewis Baltz Titelbild: Lewis Baltz, Cray supercomputer, C.E.R.N. Geneva, Switzerland, 1989–91, © Successors of Lewis Baltz

Künstler*innen: Emmanuel van der Auwera, Lewis Baltz, Matthias Groebel, Tobias Hohn & Stanton Taylor, Irma Hünerfauth, JODI, Rindon Johnson, Vera Molnár, Karina Nimmerfall, Henrik Olesen, Julia Scher, Rosemarie Trockel und Yuyan Wang.

Leben nach Microsoft ist das erste Kapitel eines neuen Formats der Klasse der Künste und versammelt Werke von 14. verschiedenen Künstler*innen. Das Projekt reflektiert eine grundlegende Transformation: Seit den 1960er Jahren haben digitale Technologien nicht nur unsere Werkzeuge verändert, sondern auch unsere Wahrnehmung, unsere Arbeitsweisen und unser Selbstverständnis. Im historischen Gebäude der Akademie – 1960 erbaut und von Hans Schwippert entworfen – entfaltet sich eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Gegenwart und Geschichte einer Institution, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem stark technologischen Denken heraus gegründet wurde. Begleitend kuratiert von Martin Germann in Zusammenarbeit mit Sophia Naumann (Curatorial Fellow AWK NRW)

Leben nach Microsoft: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste


Brigitte Spiegeler / When Time Becomes Image / Galerie Anna Laudel / bis 25.6.2026

  • imagine what you’ll know tomorrow, 2026 © Brigitte Spiegeler imagine what you’ll know tomorrow, 2026 © Brigitte Spiegeler

Die Ausstellung „When Time Becomes Image“ zeigt fotografische Arbeiten der niederländischen Künstlerin und Poetin Brigitte Spiegeler, die Düsseldorf als Ausgangspunkt nehmen und sich mit der Übersetzung urbaner Räume in Bilder beschäftigen. Ausgangspunkt der Arbeiten ist Düsseldorf: Architektur, Straßenzüge und urbane Situationen dienen Spiegeler als Motive, die sie mit der Camera obscura sowie mit lomografischen Verfahren aufnimmt. Die Fotografien entstehen dabei nicht als direkte Abbildung der Stadt, sondern als Ergebnis eines experimentellen Prozesses, bei dem Licht, Bewegung und Zeit eine zentrale Rolle spielen. Die daraus hervorgehenden Schwarzweißaufnahmen zeigen vertraute Orte in veränderter Form. Gebäude, Fassaden und Schattenstrukturen lösen sich teilweise auf und verdichten sich zu atmosphärischen Bildkompositionen. Spiegeler interessiert sich besonders dafür, wie Orte durch Erinnerung, Wahrnehmung und zeitliche Distanz verändert erscheinen.

BRIGITTE SPIEGELER When Time Becomes Image April 24 – June 25, 2026Düsseldorf – ANNA LAUDEL


Don't trust the rabbit / Off-Space der Stadtsparkasse Düsseldorf / bis 30.5.2026

Plakat zur Ausstellung „Don't trust the rabbit“, off-space der Stadtparkasse Düsseldorf, 2026
Plakat zur Ausstellung „Don't trust the rabbit“, off-space der Stadtparkasse Düsseldorf, 2026

Don't trust the rabbit / Off-Space der Stadtsparkasse Düsseldorf / bis 30.5.2026

Künstler*innen: Carmen Schaich, Till Bödeker, Iris Helena Hamers, Alexander Föllenz, Sophie Schweighart, Birgit Hölmer, Catherine Lorent

Meist glauben wir zu wissen, was wir vor uns sehen, bis etwas diese Gewissheit untergräbt. Die Ausstellung „DON’T TRUST THE RABBIT“ untersucht genau diesen Moment. Sie versammelt Positionen, die mit Erwartungshaltungen spielen, Wahrnehmung verschieben und vertraute Ordnungen ins Wanken bringen. Die Ausstellung wird kuratiert von Jeannine Burch/PIZPALÜ.

Off-Space


Zwischen Farbe und Schwarzweiß / Werner Bischof / Leica Galerie Düsseldorf / bis 28.8.2026

Studie, Zürich, Schweiz, 1949 © Werner Bischof Estate / Magnum Photos
Studie, Zürich, Schweiz, 1949 © Werner Bischof Estate / Magnum Photos

Zwischen Farbe und Schwarzweiß / Werner Bischof / Leica Galerie Düsseldorf / bis 28.8.2026

Die Leica Galerie Düsseldorf präsentiert die Ausstellung „Werner Bischof – Zwischen Farbe und Schwarzweiß“, die das facettenreiche Schaffen des Schweizer Magnum Fotografen Werner Bischof (1916–1954) beleuchtet. Bischof, bekannt für seine ikonischen Schwarzweißaufnahmen, setzte sich überraschend früh auch mit dem Medium Farbe auseinander – bereits 1938 entstanden erste Aufnahmen. Diese bislang wenig bekannten Farbaufnahmen sind ein bemerkenswerter Fund und belegen, dass Farbe für Bischof von Beginn an mehr war als ein technisches Experiment – sie war ein bewusst gewähltes Ausdrucksmittel. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl dieser seltenen Farbfotografien, die Bischofs Gespür für Komposition und Farbe unterstreichen. Gleichzeitig werden seine berühmten Schwarzweißbilder präsentiert, darunter das ikonische Foto der Shintopriester im verschneiten Meiji-Tempel in Japan und das der Pinguine, die einen Spaziergang durch Edinburgh machen.

„Zwischen Farbe und Schwarzweiß“ - Werner Bischof


Main Stream Media / Jon Rafman / K21 / 30.5. – 27.9.2026 / Eröffnung 29.5.2026 19 Uhr

  • Jon Rafman, Main Stream Media Network, 2025, Video still, Courtesy the artist und Sprüth Magers Jon Rafman, Main Stream Media Network, 2025, Video still, Courtesy the artist und Sprüth Magers

Jon Rafman (geb. 1981 in Montreal) gehört zu den bedeutendsten Künstlern, die sich mit dem digitalen Zeitalter auseinandersetzen. Seine Videos, Filme und immersiven Installationen untersuchen, wie die digitale Kultur Begehren, Identität und Erfahrung neu prägt. Rafmans künstlerische Praxis verbindet virtuos erzählte Geschichten mit digital erzeugten Bildwelten, in denen Gegensätze wie Aufrichtigkeit und Ironie, Schönheit und Groteske, Verbundenheit und Entfremdung nebeneinander existieren. Dabei greift er auf Internet-Subkulturen, virtuelle Welten und KI-generierte Bilder zurück. Rafman schafft künstliche Realitäten, die zugleich verführerisch und verunsichernd wirken. Main Stream Media in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist die erste Einzelausstellung des Künstlers in einem deutschen Museum. In immersiven, raumfüllenden Installationen gibt sie einen Überblick über Rafmans Schaffen seit 2008. Neben seinen frühen Werken sind auch spätere Arbeiten wie das Video in Spielfilmlänge Dream Journal 2016-2019 (2019) zu sehen, das 2019 auf der 58. Biennale in Venedig gezeigt wurde. Rafmans jüngstes Werk, Main Stream Media Network (2025), beschwört mit KI-generierten Musikvideos das kulturell einflussreiche MTV der 1980er-Jahre herauf.

Jon Rafman | Kunstsammlung NRW


Back from Chongqing / Deniz Ahmet Saridas und Antonia Freisburger / Atelier am Eck / 29.05. – 07.06.2026 / Eröffnung 28.05.2026, 19 Uhr

Invisible Fires, 4K-Infrarot Video 5”46’, Still aus dem Video, 2025 © Deniz Ahmet Saridas
Invisible Fires, 4K-Infrarot Video 5”46’, Still aus dem Video, 2025 © Deniz Ahmet Saridas

Back from Chongqing / Deniz Ahmet Saridas und Antonia Freisburger / Atelier am Eck / 29.05. – 07.06.2026 / Eröffnung 28.05.2026, 19 Uhr

Invisible Fires ist inspiriert von Andri Magnasons Begriff der “unsichtbaren Feuer”, der die metaphorische Unkontrollierbarkeit fossiler Energien im Pyrozän beschreibt. Eine Vollspektrumkamera macht das dem menschlichen Auge verborgene infrarote Licht von Feuer und Sonne sichtbar und verweist auf verborgene Verbrennungsprozesse mit planetaren Folgen. Deniz Ahmet Saridas untersucht in seiner Arbeit Zwischenräume, Übergänge und das Verhältnis binär-oppositioneller Positionen wie Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit. Im Zentrum steht die Frage nach der Beziehung dieser Entitäten zueinander sowie nach ihrem Ursprung, ihren Wirkungen und den kausalen Zusammenhängen, die aus diesen Relationen hervorgehen. Durch den bewussten Einsatz einander konträr gegenüberstehender Materialien wie Schwarz und Weiß, Feuer und Wasser sowie reflektierender und absorbierender Materialien werden Zwischenbereiche erfahrbar gemacht und ihre ästhetischen, epistemologischen und ethischen Qualitäten offengelegt. Sein Interesse gilt dabei häufig der Frage nach Abwesenheit, einer Ästhetik, die aus dem entsteht, was sich entzieht, uneindeutig ist oder unsichtbar bleibt.

Atelier am Eck - Landeshauptstadt Düsseldorf


Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

Fotografische Ausstellungen in Düsseldorf - Vorschau

No Solo / Kunst in Hafen e. V. / Werft 77 / 5.6. – 7.5.2026 / Soft Opening 5.6.2026 14 Uhr

Plakat zur Ausstellung, No Solo, Kunst im Hafen e. V., 2026
Plakat zur Ausstellung, No Solo, Kunst im Hafen e. V., 2026

No Solo / Kunst in Hafen e. V. / Werft 77 / 5.6. – 7.5.2026 / Soft Opening 5.6.2026 14 Uhr

Künstler*innen: Anna Jocham, Mathis Ratschinski, Caroline Baccharaia, Dain Kim, Jan Ribbers, Kristina Wolf, Silviu Guiman, u. a.

Nach zwei Wochen intensiver Arbeit vor Ort werden vom 5.6. – 7.5.2026 die kollaborativ entstandenen Werke präsentiert. Quer durch die Medien und Praktiken, verbunden durch intensive Zusammenarbeit, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Es finden außerdem Performances, Workshops, Musik und mehr statt.

HOME


Große Werkschau / Andreas Gursky / Kunstsammlung NRW / 2027

  • Foto: © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy Sprüth Magers Foto: © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Courtesy Sprüth Magers

Die Kunstsammlung NRW zeigt 2027 eine große Werkschau des Fotokünstlers Andreas Gursky. Darin wird auch dessen aktuelles Bild „Harry Styles“ zu finden sein. Die Idee dazu entstand bei einem Besuch des Popstars in Gurskys Düsseldorfer Atelier. Das mehr als vier Meter lange und zweieinhalb Meter hohe Kunstwerk mit dem Titel „Harry Styles“ wird zentraler Bestandteil der großen Werkschau sein, die die Kunstsammlung NRW im November 2027 im K21 in Düsseldorf präsentiert.

Andreas Gursky | News


Fax from the Library / Katja Stuke und Oliver Sieber / Rotunde im Hentrichhaus, Malkasten / 30.6 – 4.8.2026

  • Abb. Katja Stuke & Oliver Sieber, Fax from the Library, 2016, HD-Video, Loop, 13:18, stereo (videostill) © die Künstler Abb. Katja Stuke & Oliver Sieber, Fax from the Library, 2016, HD-Video, Loop, 13:18, stereo (videostill) © die Künstler

„Fax from the Library” begann als Internetprojekt, das sich „mit einer Bibliothek, Vorbildern, Idolen und einem Kopierer” auseinandersetzte. Ursprünglich um ihre eigene umfangreiche Fotobuch-Bibliothek zu erfassen, kopierten Katja Stuke und Oliver Sieber regelmäßig einzelne Seiten aus Fotobüchern anderer Künstler*innen und übertrugen diese per Fax ins Internet. Mittlerweile hatten sie auch Einblick in anderen Bibliotheken, wie z.B. die Fotobuchsammlung des Fotohof Salzburg, des Tanzarchivs Köln oder des Filmmuseum Düsseldorf. Inspiriert von einer Frage Jean Baudrillards – „Haben Sie nie Lust, ein anderer zu sein?“ – wurden verschiedene fotografische Motive kopiert und täglich auf dem Blog veröffentlicht. Diese Kopien bildeten die Grundlage für ein Video, in dem jedes Bild nur für einen kurzen Moment sichtbar ist, bevor es verschwindet und ein neues erscheint. Der Rhythmus des Faxgeräuschs fügt dabei eine weitere Ebene der Wahrnehmung hinzu.

Ausstellung – Künstlerverein Malkasten


Art:walk Festival 2026 / 13. – 14.6.2026

  • Plakat/Header, Art:walf Festival, Düsseldorf, 2026 Plakat/Header, Art:walf Festival, Düsseldorf, 2026

Mit dem Art:walk Festival entsteht ab 2026 ein neues Kultur-Festival für Düsseldorf. Das neue Kulturevent setzt auf dem bekannten Konzept der Nacht der Museen auf und entwickelt es weiter. Das Festival wird neue Wege gehen: zwischen Tag und Nacht, Museum und Bühne, drinnen und draußen. Nachts ins Museum, tagsüber ins Theater – mehr als 70 Kulturorte lassen sich auf ungewöhnliche Weise erleben. An zwei Tagen öffnen sich die Türen und Außenflächen für ein buntes Kaleidoskop aus Ausstellungen, Performances und Inszenierungen. Während des Art:walk Festivals zeigt sich Düsseldorf aus neuen Perspektiven und wird zum Treffpunkt für Menschen, die Kunst und Kultur gleichermaßen schätzen. Erlebbar wird das in all seinen Facetten – auf Bühnen, in Ausstellungsflächen sowie in den Parks und auf den Plätzen der Stadt.

Art:walk Festival 2026


100 Jahre - F.C. Gundlach / Galerie noir blanche / 19.06. – 29.08.2026

F.C. Gundlach, "Sputnik Girl", Space Age Look von Pierre Cardin, Paris 1966 © F.C. Gundlach / Stiftung F.C. Gundlach
F.C. Gundlach, "Sputnik Girl", Space Age Look von Pierre Cardin, Paris 1966 © F.C. Gundlach / Stiftung F.C. Gundlach

100 Jahre - F.C. Gundlach / Galerie noir blanche / 19.06. – 29.08.2026

Franz Christian Gundlach, bekannt als F.C. Gundlach, war eine zentrale Figur der deutschen Nachkriegsfotografie. Geboren am 16. Juli 1926 in Heinebach, Hessen, prägte er über vier Jahrzehnte hinweg die visuelle Kultur Deutschlands. Sein Werk umfasst Modefotografie, Porträts und Reportagen, die nicht nur ästhetisch beeindruckten, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen reflektierten. Gundlachs Modefotografien der 1950er bis 1970er Jahre sind bekannt für ihre innovative Bildsprache. Er inszenierte Mode nicht nur als Kleidung, sondern als Ausdruck des Zeitgeists. Seine Arbeiten zeichnen sich durch klare Kompositionen, präzise Lichtführung und eine Verbindung von Mode mit gesellschaftlichen Themen aus. Dabei setzte er häufig auf ungewöhnliche Kulissen und experimentelle Ansätze, die seine Fotografien zu Ikonen der Modefotografie machten.

noirblanche Düsseldorf - Vorschau Ausstellungen


Zeitgeist`26 / Galerie Anna Laudel / 4.7. – 27.8.2026 / Eröffnung 3.7. 18 Uhr

Moritz Krauth, Demonstrating a gun, 2025, © Foto: Galerie Anna Laudel
Moritz Krauth, Demonstrating a gun, 2025, © Foto: Galerie Anna Laudel

Zeitgeist`26 / Galerie Anna Laudel / 4.7. – 27.8.2026 / Eröffnung 3.7. 18 Uhr

Künstler*innen: Claudia Ast, Cosima Kaibel, Michael Schmidtmann, Seçil Erel und Moritz Krauth

Mit Zeitgeist’26 präsentiert Anna Laudel Düsseldorf erstmals fünf neue künstlerische Positionen in einer gemeinsamen Ausstellung. Unterschiedliche Medien und Perspektiven treten dabei in einen offenen Dialog: Fotografie trifft auf Installation, Malerei auf skulpturale Elemente, experimentelle Bildverfahren auf fragile Materialien. Die Ausstellung vereint unterschiedliche Herangehensweisen und eröffnet einen vielschichtigen Parcours zwischen Wahrnehmung, Erinnerung, Materialität und Identität.

ANNA LAUDEL – Gallery


asphalt Festival 2026 / Verschwinden (Archiv) / Laurenz Berges / KIT / 15.07. – 2.8.2026

  • Am Markt I, 2008 © Laurenz Berges, courtesy Schirmer-Mosel Am Markt I, 2008 © Laurenz Berges, courtesy Schirmer-Mosel

Vom 15. Juli bis 2. August 2026 findet in Düsseldorf das 14. asphalt Festival statt. 70 Vorstellungen, 19 Tage, sechs Spielorte. Aufgrund einer neuen Partnerschaft mit der Kunsthalle wird das asphalt Festival zum ersten Mal in dem spektakulären, unterirdischen Ausstellungsraum KIT – Kunst im Tunnel zu Gast sein. Hier wird eine Ausstellung des Fotokünstlers Laurenz Berges zu sehen sein, sowie vier Konzertabende in der besonderen Architektur und Akustik stattfinden.

Home + News - asphalt Festival


Deutscher Jugendfotopreis 2026 / Ein Haus, ein Boot, ein Auto / KIT / 20.9. – 15.11.2026

  • Plakat zur Ausstellung, Deutscher Jugendfotopreis, Ein Haus, ein Boot, ein Auto, 2026 Plakat zur Ausstellung, Deutscher Jugendfotopreis, Ein Haus, ein Boot, ein Auto, 2026

Mit dem Jahresthema „Ein Haus, ein Boot, ein Auto“ hat der Deutsche Jugendfotopreis junge Fotograf*innen bis 25 Jahre dazu eingeladen, über ihre Bilder und Fotografien von Besitz, Wohlstand und Zukunftsträumen zu erzählen. Was bewegt sie, wenn sie an die Zukunft denken? Welche Wünsche, welche Fragen, welche Bilder entstehen? Welche Rolle spielen materielle Werte – und welche Alternativen gibt es? Wie hängen Wohlstand, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zusammen? Die von einer sechsköpfigen Fachjury ausgewählten Gewinner*innen werden ihre prämierten Arbeiten erstmalig im KIT – Kunst im Tunnel ausstellen. Es ist ein großes Anliegen des KIT, jungen Talenten erste Erfahrungen mit dem institutionellen Ausstellen zu ermöglichen.

Deutscher Jugendfotopreis – KIT
Startseite - Deutscher Jugendfotopreis


Deutscher Fotobuchpreis 26/27 / KAP 1 / Zentralbibliothek Düsseldorf / 8.12.2026 - 29.1.2027

  • Fotos: © Susanne Suttner, Schwandorf für Deutscher Fotobuchpreis und Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg Fotos: © Susanne Suttner, Schwandorf für Deutscher Fotobuchpreis und Stefan Effenhauser, Stadt Regensburg

Das Medium Buch trifft auf die Kunst der Fotografie. Der Deutsche Fotobuchpreis ist weit mehr als ein Wettbewerb. Er ist ein Prädikat für visuelle und haptische Exzellenz. Die Preisträger*innen des Jahrganges 26/27 werden in einer exklusiven Ausstellung im KAP1, dem Ausstellungsbereich der Zentralbibliothek präsentiert. Der Deutsche Fotobuchpreis wird jährlich an Werke verliehen, die durch eine besondere Symbiose aus fotografischer Vision, herausragender Gestaltung und drucktechnischer Qualität bestechen. Eine unabhängige Jury bewertet hierbei Veröffentlichungen von Verlagen sowie Eigenpublikationen (Self-Publishing). Ab dem 8.12.2926 haben Sie die Möglichkeit, die »Crème de la Crème« der Fotoliteratur zu entdecken. Von monumentalen Bildbänden bis hin zu intimen, künstlerischen Fotoprojekten.

Deutscher Fotobuchpreis – Der Deutsche Fotobuchpreis ist ein jährlicher Wettbewerb, bei dem die besten Fotobücher des deutschsprachigen Raumes in mehreren Kategorien von einer unabhängigen Jury ausgezeichnet werden.


FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

FOTOGRAFISCHE AUSSTELLUNGEN IN DEUTSCHLAND UND INTERNATIONAL

Bernd und Hilla Becher / Fondazione Mast / Bologna, Italien / bis 27.9.2026

  • Kohlebunker, 1965–98, Bernd und Hilla Becher, Foto: © Spüth Magers Kohlebunker, 1965–98, Bernd und Hilla Becher, Foto: © Spüth Magers

Bernd und Hilla Becher lebten in Düsseldorf und arbeiteten seit 1959 zusammen. Eine große Einzelausstellung ihrer Werke wird in der Fondazione MAST, Bologna (23. April – 27. September 2026) zu sehen sein; sie war zuvor in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln (5. September 2025 – 1. Februar 2026) zu sehen.

Home


Designed World / Tata Ronkholz und Tomas Struth / Huis Marseille, Museum for Photography / Amsterdam, Niederlande / bis 21.6.2026

  • Boutique, Köln-Mülheim, Berliner Straße 120, 1989, Tata Ronkholz © VAN HAM Art Estate: Tata Ronkholz, 2025 Boutique, Köln-Mülheim, Berliner Straße 120, 1989, Tata Ronkholz © VAN HAM Art Estate: Tata Ronkholz, 2025

Die Retrospektive „Designed World: Through the Eyes of Tata Ronkholz (1940–1997)“, die bis zum 21. Juni 2026 im Huis Marseille zu sehen ist, ist die erste große Würdigung dieser vielseitigen Künstlerin. Der Nachlass von Ronkholz, der 2011 vom VAN HAM Art Estate in Köln erworben wurde, bildet zusammen mit den Beständen des Stadtmuseums Düsseldorf die Grundlage der Ausstellung. Wesentliche Beiträge lieferten außerdem die Sammlungen der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur – die die Ausstellung auch kuratiert hat – sowie Leihgaben aus Privatsammlungen. In Zusammenarbeit mit Thomas Struth 1979 begann Ronkholz gemeinsam mit ihrem Kommilitonen Thomas Struth die Arbeit an einer eindrucksvollen Dokumentarfilmreihe über den Düsseldorfer Rheinhafen. Das Projekt entstand im Zuge der geplanten Neugestaltung dieses historischen Hafengebiets – eines Areals, das in seiner ursprünglichen Form als Industriegebiet von bedeutender städtebaulicher und architektonischer Wichtigkeit galt. Gemeinsam dokumentierten sie den Hafen in seiner Gesamtheit und hielten seine historischen Gebäude, technischen Anlagen und Betriebseinrichtungen fest. In sorgfältig komponierten Bildern dokumentierten sie Fassaden, Innenräume, Silos, Lagerhallen, Krananlagen und Hafenbecken, bevor diese Elemente im Zuge der Umstrukturierung teilweise verschwanden oder grundlegend verändert wurden.

Designed World - Huis Marseille


Klassenverhältnisse – die zweite Staffel / Kunsthaus NRW Kornelimünster / Aachen / bis 27.9.2026

  • Ausstellungsansicht, Klassenverhältnisse – die zweite Staffel, Kunsthaus NRW Kornelimünster, Aachen 2026 Ausstellungsansicht, Klassenverhältnisse – die zweite Staffel, Kunsthaus NRW Kornelimünster, Aachen 2026

Künstler*innen: Natalie Czech, Dakić, Katja Davar, Thomas Demand, Jan Dibbets, Jan Paul Evers, Claus Föttinger, Dominique Gonzalez-Foerster, Alex Grein, Julia Gruner, Andreas Gursky, Hannes Norberg, Sigmar Polke, Sebastian Riemer, Klaus Rinke, Alexander Romey, Thomas Ruff, Morgaine Schäfer, Gregor Schneider, Berit Schneidereit, Juergen Staack, Rosemarie Trockel, Christopher Williams, Alex Wissel & Jan Bonny, Thomas Wrede, Timm Ulrichs, u. a.

Nach dem ersten Teil „Klassenverhältnisse. Lehrende, Lernende, Künstler*innen“ führt das Kunsthaus NRW das Ausstellungsprojekt 2026 mit neuen Kunstwerken und Schwerpunkten fort. „Klassenverhältnisse – die zweite Staffel, Kunstlehre von 1946 bis 2026“ erkundet den Kosmos Kunsthochschule anhand von rund 130 Werken aus der eigenen Sammlung sowie ausgewählter Leihgaben aus der Akademie-Galerie der Kunstakademie Düsseldorf. Die neue Ausstellung nimmt die klassischen Kunstgattungen zum roten Faden: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Kunst auf Papier, Druckgrafik, Film, Video, Performance sowie all die Mischformen zeitgenössischer Kunstproduktion. Neben Fragen der handwerklichen Ausbildung treten Aspekte, die schwieriger zu fassen sind: Wie vermittelt sich so etwas wie Haltung, konzeptuelles Denken, oder gar – man denke an Sigmar Polke – Humor? In Teil II des Ausstellungsprojekts zeigt sich verstärkt die globale Vernetzung der nordrheinwestfälischen Kunsthochschulen. So sind die Klassen einflussreicher Professor*innen wie Jan Dibbets, Peter Doig, Dominique Gonzalez-Foerster und Christopher Williams in der Ausstellung vertreten.

Klassenverhältnisse – die zweite Staffel - Kunsthaus NRW Kornelimünster


Picnic on the Runway / Christoph Westermeier / KJUBH Kunstverein e. V. / Köln / 22.5. – 20.6.2026

Picnic on the Runway, 2026 © Christoph Westermeier
Picnic on the Runway, 2026 © Christoph Westermeier

Picnic on the Runway / Christoph Westermeier / KJUBH Kunstverein e. V. / Köln / 22.5. – 20.6.2026

„Picnic on the Runway“ stellt die Frage nach kulturellen Klischees und medialen Transformationen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das traditionelle chinesische Märchen „Ashima“ aus dem Mythos der Sani aus Yunnan. In der Geschichte verwandelt sich nach einem Unfall die weiblich gelesene Person Ashima in einen Felsen, dem eine magische Kraft zugesprochen wird. Der seit 2007 zur UNESCO gehörende Steinwald „Shilin“ in Kunming bewahrt heute das Andenken an diese denkwürdige Transformation und sorgt für eine touristengerechte Vermarktung, die spätestens seit der Verfilmung von Liu Qiong im Jahr 1964 zum populären Allgemeingut gehört. „Ashima“ war der erste Farbfilm, der in der Volksrepublik China gedreht wurde und wurde in der Folgezeit als Peking-Oper, Yunnan-Oper und Sani-Oper aufgeführt.
Christoph Westermeier verbindet Fotografien, die er in Shilin gemacht hat, mit Aufnahmen des Filmes von 1964 und weiteren „Ashima“ Devotionalien. Flankiert wird die Ausstellung von zwei Tableaus, die sich mit der Präsentation kulturellen Erbes in unterschiedlichen Kontexten befassen und der Serie „Sublime Society of Stakes“.

Picnic on the Runway — Köln Galerien


Jasmin Vu / Hedda Roman und Xu Chao / Galerie ZiWu / Shanghai, China / bis 21.6.2026

Plakat zu Ausstellung Jasmin Vu, Hedda Roman und Xu Chao, Galerie ZiWu, Shanghai, China, 2026
Plakat zu Ausstellung Jasmin Vu, Hedda Roman und Xu Chao, Galerie ZiWu, Shanghai, China, 2026

Jasmin Vu / Hedda Roman und Xu Chao / Galerie ZiWu / Shanghai, China / bis 21.6.2026

Der Titel Jamais Vu bezieht sich auf eine Anekdote von „dem Traum, ein Reh unter Bananenblättern zu verwechseln“. Eine Person verwechselt ein Reh mit etwas Verborgenem und beginnt sich später zu fragen, ob das, was sie gesehen haben, nur ein Traum war. Es ruft eine Form der Fehlerkennung innerhalb der Vertrautheit hervor - nicht die Begegnung mit etwas ganz Neuem, sondern den beunruhigenden Moment, in dem das Bekannte sich der Identifizierung widersetzt. Die Ausstellung entfaltet sich durch diese subtile Verschiebung in der Wahrnehmung. Die Ausstellung bringt die unterschiedlichen Bildmachpraktiken von Xu Chao und Hedda Roman zusammen, ihre Werke in einem gemeinsamen Raum, in dem Bilder sowohl erkennbar als auch leise entfremdet erscheinen. Dabei wirft es eine grundlegende Frage auf: Wenn ein Bild bereits Gestalt angenommen zu haben scheint, kann es jemals als vollständig angesehen werden? Die ThisThat Gallery lädt Zuschauer*innen ein, ZiWu zu betreten und sich mit diesen Werken durch den Akt des Hinschauens zu beschäftigen.

News


I Was the New World / Glasmoog – Raum für Kunst & Diskurs / Kunsthochschule für Medien Köln / bis 6.6.2026

Plakat zur Ausstellung, Abb. Thea Kleinhempel, raging for the machine, 2026, Fotoserie
Plakat zur Ausstellung, Abb. Thea Kleinhempel, raging for the machine, 2026, Fotoserie

I Was the New World / Glasmoog – Raum für Kunst & Diskurs / Kunsthochschule für Medien Köln / bis 6.6.2026

Künstler*innen: Andreas Langfeld, Andrzej Steinbach, Oliver Sieber, Katja Stuke, u. a.

Die Ausstellung I WAS THE NEW WORLD in GLASMOOG widmet sich Momenten, Situationen und Räumen, die mit ganz unterschiedlichen sub-, pop- und gegenkulturellen Kontexten verbunden sind. Sie rücken Orte und Praktiken in den Fokus, die durch spontane Assoziation, persönliche Erinnerung, kollektive Geschichte, praktische Aneignung, spekulative Neuformulierung und vielfältige Prozesse der Transformation und Transgression geprägt sind. In den gezeigten Foto-, Text-, Sound- und Videoarbeiten von Studierenden, Lehrenden und externen Künstler*innen geht es um den eigenen Körper als fluiden Zwischenraum, Fußböden in autonomen Zentren, subkulturelle Orte bei Tag und bei Nacht, den Geburtsort von Kurt Cobain, die mutwillige Zerstörung von PKWs, den Backstagebereich bei Dragshows, die Suche nach einem Zuhause in der Stadt, die Eigenart von Clubtoiletten, die Romantisierung von Heroin, die Straße als Ort subkultureller Sozialisation, Demonstrationen in Japan, einen imaginären Club, Breakdance und Hip Hop in Frankreich, den Reflexionsraum beim Prozess der Haarpflege, BMX-Fahren in einer Kunsthochschule, Skateboarding im Museum und letzte Überbleibsel des mittlerweile abgerissenen Kölner Clubs Underground.

I Was the New World - KHM


Seeing Words, Reading Images / PalaisPopulaire / Berlin / bis 17.8.2026

Annette Kelm, Jeans Buttons, Archivpigmentdruck, 2023 Sammlung Deutsche Bank
Annette Kelm, Jeans Buttons, Archivpigmentdruck, 2023 Sammlung Deutsche Bank

Seeing Words, Reading Images / PalaisPopulaire / Berlin / bis 17.8.2026

Künstler*innen: Annette Kelm, Natalie Czech, Imi Knoebel u. a.

Die Ausstellung „Seeing Words, Reading Images“ vereint Beiträge der Sammlung Schriftkunst mit ausgewählten Werken der Deutschen Bank Collection, einer der bedeutendsten Unternehmenssammlungen zeitgenössischer Papierarbeiten, zu einem facettenreichen Dialog. Ausgangspunkt ist das Verhältnis von Schrift und Bild – sei es als Linie, informelle Geste, Handschrift und Kalligrafie, Typografie oder das geschriebene Bild. Im Fokus steht die Bedeutung der Schriftkunst als Medium globalen Verständnisses und die grenzenlosen visuellen und textuellen Möglichkeiten des Erzählens, sei es in der Poesie, der politischen Kritik oder der Auseinandersetzung mit Geschichte. Thematische Bereiche ermöglichen es den Besuchern, verschiedene Facetten der Schreibkunst zu erleben.

Seeing Words, Reading Images – PalaisPopulaire


n+1. Mehr als ein Bild / Kunststiftung DZ Bank / Frankfurt / bis 23.05.2026

  • n+1, Mehr als ein Bild, All Things in My Apartment Smaller Than 8 x 10“, 2020 (Detail), Sophie Thun n+1, Mehr als ein Bild, All Things in My Apartment Smaller Than 8 x 10“, 2020 (Detail), Sophie Thun

Künstler*innen: Dörte Eißfeldt, Jan Paul Evers, Barbara Proschak, Sophie Thun, Helmut Schweizer, u. a.

Gestapelt, gereiht, geschichtet: Das Serielle erscheint in der Kunst der Gegenwart in großer Vielfalt. Die Kunststiftung DZ BANK nimmt in der Ausstellung »n+1. Mehr als ein Bild« vom 25.02.–23.05.2026 dieses Prinzip zum Ausgangspunkt. »n+1« ist nicht als mathematische Formel zu verstehen, sondern drückt hier im Grunde nur eine von Kunstschaffenden immer wieder verwendete Vielzahl von einzelnen Elementen aus, die sie zu einem Kunstwerk zusammenfügen. Mit Bildpaaren, Installationen, Serien, Zyklen, Clustern oder Archiven präsentiert die Ausstellung unterschiedliche Konstellationen. Variationen, Kombinationen oder Kontextualisierungen erzeugen Bezüge, die nicht nur neue Perspektiven eröffnen, sondern das Gesamtgefüge erweitern. Erst durch ein Vergleichen, Erinnern und Verknüpfen der Kunstwerke wird die Ausstellung lebendig. „Wir sehen das als Realität an, was uns als zusammenhängend, in Beziehung stehend erscheint.“

n+1. Mehr als ein Bild - Kunststiftung DZ BANK


La ligne claire – Die helle Linie / Boris Becker / bis 5.7.2026

  • Saarbrücken, 2025, Boris Becker © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Saarbrücken, 2025, Boris Becker © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Für das französisch-deutsche Kooperationsprojekt La ligne claire beschäftigt sich der bekannte deutsche Fotograf Boris Becker (geboren 1961) mit den Flüssen der europäischen Region Saar-Lor-Lux. Auf seiner fotografischen Reise folgt Becker der Mosel, der Meurthe, dem Rhein-Marne-Kanal, dem Saar-Kohlenkanal und schließlich der Saar selbst. Die für La ligne claire entstandene Bildserie macht sichtbar, wie unsere Gegenwart geprägt ist – sie bewegt sich zwischen Vergangenheit und Zukunft, ist vom Wasser als verbindendem Element getragen und dokumentiert zugleich Unterschiede und Gemeinsamkeiten über Grenzen hinweg. Boris Becker studierte 1984–1990 bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie und zählt zu einem der prominentesten Schüler der Düsseldorfer Photoschule. La ligne claire ist ein Kunstprojekt des Nouvel Observatoire de photographie du Grand Est, des Département Moselle (beide FR) und des Saarlandes.

Stiftung saarländischer Kulturbesitz: Ausstellungen


Speicher II / Jörg Sasse / Ruhr Museum / Essen / Dauerausstellung, bis 31.3.2028

  • Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian Jörg Sasse, Speicher II © Ruhr Museum / Christoph Sebastian

Auf der 17-Meter-Ebene der Dauerausstellung begegnen Sie mit dem SPEICHER II jetzt einem besonderen Kunstwerk des Berliner Künstlers Jörg Sasse. Das mobile Depot ist zugleich Archiv, Skulptur und kuratorisches Experiment: 512 Fotografien aus dem Ruhrgebiet der 1950er- bis 2009er-Jahre lagern in einem begehbaren, von allen Seiten zugänglichen „Bildspeicher“. Aus einer ursprünglichen Auswahl von rund 2.000 Fotografien hat Sasse Bilder aus anonymen Quellen, fotografischen Nachlässen und eigenen Beständen zusammengestellt und künstlerisch bearbeitet. So entsteht ein visuell aufeinander abgestimmtes Archiv, das persönliche wie kollektive Erinnerungen an das Ruhrgebiet bündelt.

Einladung zum Bilderhängen: Wöchentlicher Wandel in der Dauerausstellung.
Der SPEICHER II ist jedoch mehr als ein Ausstellungsobjekt: Er lädt zur aktiven Mitgestaltung ein. Sie können jeden Donnerstag von 15:30 bis 17 Uhr bei unserer „Einladungen zum Bilderhängen“ selbst zu Kurator*innen werden. Gemeinsam mit einem Guide wählen Sie in der Gruppe Fotografien aus, kombinieren sie neu und präsentieren ihre Auswahl an der Wand neben dem Speicher. Auf diese Weise entstehen fortlaufend wechselnde Bildensembles – überraschende Dialoge, individuelle Perspektiven und immer neue Erzählungen aus der Region.

Interaktives Kunstwerk SPEICHER II von Jörg Sasse im Museum | Ruhr Museum


Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW / SK Stiftung, Die Photographische Sammlung / Köln / bis 12.7.2026

Wohnhaus, 1992 © Boris Becker
Wohnhaus, 1992 © Boris Becker

Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW / SK Stiftung, Die Photographische Sammlung / Köln / bis 12.7.2026

Künstler*innen: Boris Becker, Philip Zietmann, Gregor Schneider, u. a.

Ausgehend von unterschiedlichen Orten in Nordrhein-Westfalen kommen in der Ausstellung am Beispiel von 14 Positionen wesentliche Aspekte der Gegenwart zur Betrachtung. Ein starker Fokus liegt dabei auf dem urbanen Raum, auf industriellen Strukturen sowie auf den vielgestaltigen Facetten der Gesellschaft und dem sozialen Miteinander. Reflektiert wird auch der zeitaktuelle Umgang mit Hinterlassenschaften der Vergangenheit, mit einem Ausblick in zukünftige Zusammenhänge. Einbezogen sind dabei Künstler*innen mehrerer Generationen, ansässig in NRW, auch teils mit Biographien, die in internationale Herkunftsländer verweisen. Ihre photographischen Werkreihen, entstanden zwischen den 1990er Jahren und 2024, präsentieren sie sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß, auch filmische Arbeiten befinden sich darunter.

Photographie, Ausstellungen und Sammlung in Köln - Die Photographische Sammlung


Deutsch / Kunstmuseum Heidenheim / bis 31.05.2026

  • Peter Piller: aus der Serie: Tanz vor Logo, 2000 – 2006, sechs Pigmentdrucke, Courtesy Capitain Petzel GmbH, © Peter Piller & VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Peter Piller: aus der Serie: Tanz vor Logo, 2000 – 2006, sechs Pigmentdrucke, Courtesy Capitain Petzel GmbH, © Peter Piller & VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Künstler*innen: Peter Piller, u. a.

Gibt es tatsächlich das „typisch Deutsche“ oder ist es doch nur eine Konstruktion?
Das Kunstmuseum Heidenheim nimmt dieses vage Terrain zum Anlass für eine Ausstellung, in welcher aus Perspektive der bildenden Kunst nach Aspekten des Deutschen gefragt werden soll. Wenn ein Museum für zeitgenössische Kunst eine Ausstellung mit dem Titel “Deutsch!” organisiert, dann mag das erst einmal provokant anmuten. Ziel der Werkschau ist dabei jedoch keine Deutschtümelei oder die Bestätigung klischeebeladener Bilder. Vielmehr soll im Subtext das Ausrufezeichen als Fragezeichen verstanden und ein Raum für Diskussionen geschaffen werden. Zu diesem Zweck versammelt die Ausstellung Arbeiten von Künstler*innen, die sich auf ihre je eigene Weise mit der Geschichte und mit Motiven beschäftigten, die mit Deutschland assoziiert werden, oder nationale Stereotype zur Disposition stellen. Der Fokus der Werkauswahl liegt dabei speziell auf einer materiellen Ebene. Lässt sich die Geschichte oder gar das Wesen eines Landes anhand konkreter Gegenstände oder Materialien und deren Zuschreibung ablesen? Gibt es überhaupt etwas, das “typisch Deutsch” ist und sollte dies der Fall sein, ließen sich daraus für das Publikum irgendwelche Schlüsse ziehen? Ein wesentlicher Bestandteil der Präsentation wird deshalb in der Vermittlung liegen, die auf mehreren Ebenen zum kritischen Hinterfragen einladen wird.

DEUTSCH! 8. März – 31. Mai 2026 - Kunstmuseum Heidenheim


HIT BY NEWS. Pressekunst aus der Nobel-Sammlung / DOX, Zentrum für zeitgenössische Kunst / Prag, Tschechien / bis 23.8.2026

  • Ausstellungsansicht, HIT BY NEWS, Foto: Tomáš Cindr, © DOX, Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Prag Ausstellungsansicht, HIT BY NEWS, Foto: Tomáš Cindr, © DOX, Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Prag

Künstler*innen: Thomas Ruff, Andreas Gursky, Candida Höfer, Rosemarie Trockel, u. a.

Die Erfindung erschwinglicher Druckpressen und Papier im 19. Jahrhundert revolutionierte die traditionelle Informationsbranche. Bücher, Zeitungen und Zeitschriften – zuvor nur in geringen Auflagen und als teures Privileg einer intellektuellen Elite erhältlich – entwickelten sich rasch zu einem populären und weitverbreiteten gesellschaftlichen Phänomen. Parallel zum Verlagsboom wuchs die Werbebranche, und neu entstandene Berufe – Grafikdesigner, Journalist, Reporter, Redakteur, Fotograf, Drucker, Lithograf usw. – waren an der Produktion einer „zweiten Realitätsebene“ (Jean Baudrillard) beteiligt, gedruckt auf Papier und in Kaffeehäusern und Privathaushalten der schnell wachsenden Mittelschicht zu finden. Als direkte Reaktion auf diese technologischen und kommunikativen Innovationen begann in den bildenden Künsten ein beeindruckender Transformationsprozess. Da Fotografie und Buchdruck die Bereiche Dokumentation und Berichterstattung – ehemals Domäne der bildenden Künste – zu dominieren begannen, entwickelte sich die formale Abstraktion der Realität folglich zu einem der wichtigsten Themen in den Künsten. Das Zürcher Ehepaar Peter und Annette Nobel begannen in den 1980er Jahren mit dem Sammeln von Kunst, als Peter Nobel als Anwalt für einen führenden Schweizer Verlag arbeitete. Seitdem haben sich die Nobels intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und über zweitausend Kunstwerke erworben, die den Dialog zwischen Kunst und Presse thematisieren.

DOX – HIT BY NEWS


Remix. Photographie – Fiktion und Wahrheit / Kunsthalle Bremen / bis 1.8.2026

  • Rodeo (Rider), Sebastian Riemer, Aus der Folge Ross & Reiter, 2022, Silbergelatine-Print © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Rodeo (Rider), Sebastian Riemer, Aus der Folge Ross & Reiter, 2022, Silbergelatine-Print © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Künstler*innen: Bernd & Hilla Becher, Candida Höfer, Sebastian Riemer, Thomas Ruff, Thomas Struth u. a.

Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf die traditionelle Vorstellung der Photographie als objektives Abbild, als verlässliche Dokumentation der Wirklichkeit oder sogar als Beweismittel bei der Aufdeckung von Straftaten. Die ausgewählten Photographien stellen auf unterschiedliche Weise diese Ideen in Frage und zeigen Photographie als Medium, in dem sich Wahrheit und Fiktion verwischen können. Dabei werden auch hochaktuelle Themen aufgegriffen wie die digitale Bilderflut im Internet und die Frage der Glaubwürdigkeit von Photographie in Zeiten von KI.

Kunsthalle Bremen


Some Secrets on Photography – Was Sie noch nicht über die Fotografie wussten / Francisco Carolinum / Linz, Österreich / bis 12.07.2026

  • Ausstellungsansicht, Sebastian Riemer, Some Secrets on Photography – Was Sie noch nicht über die Fotografie wussten, Francisco Carolinum Linz, Österreich, 2026 Ausstellungsansicht, Sebastian Riemer, Some Secrets on Photography – Was Sie noch nicht über die Fotografie wussten, Francisco Carolinum Linz, Österreich, 2026

Künstler*innen: Sebastian Riemer, u. a.

Fotografie hilft uns, Erinnerungen und schöne Momente zu bewahren. Heute geht es einfacher denn je, hat doch jedes Mobiltelefon eine integrierte Kamera. Als 1826 die erste Fotografie auf einer mit Asphalt beschichteten Zinn­platte acht Stunden lang belichtet wurde, konnte sich niemand vorstellen, wie selbst­verständlich die Fotografie für uns einmal sein würde. Sechs Künstler*innen nehmen die Spuren solcher potenziellen Geheimnisse auf: Pascal Petignat, Martin Scholz, Peter Schreiner, Gregor Schmoll, Isabelle le Minh und Sebastian Riemer. Sie alle erzählen Geschichten über die Fotografie und beleuchten Unbekanntes. Die gezeigten Arbeiten selbst sind nicht immer Fotografien, aber auf eine intelligente, schöne und humorvolle Art Werke über ein Medium, dessen 200. Geburtstag wir feiern.

Some Secrets on Photography - ooekultur.at


in sua umbra / Axel Hütte / Museum Villa Rot, Burgrieden / bis 31.5.2026

  • Axel Hütte, Salem, Kaisersaal-2 (Ausschnitt), 2022, Glasprint © Axel Hütte und VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Axel Hütte, Salem, Kaisersaal-2 (Ausschnitt), 2022, Glasprint © Axel Hütte und VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Der international renommierte Künstler Axel Hütte, Absolvent der berühmten Fotoklasse von Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie, ist vor allem durch seine großformatigen, stillen Landschaftspanoramen bekannt geworden. Im Museum Villa Rot zeigt er erstmalig in einer großen Überschau seine künstlerische Umsetzung der Vielfalt der barocken Architektur in Oberschwaben. Der Titel der Einzelausstellung verweist auf Hüttes bildnerische Abwandlung mittels Farbumkehr des Gesehenen. Die barocke Ornamentfülle der Motive fasziniert zusammen mit den irreal erscheinenden Farben. Sie sind gewissermaßen in ihre eigenen Schatten gestürzt. Begleitet werden diese Arbeiten von gespiegelten Landschaftsausschnitten ebenfalls aus Oberschwaben: Wasseroberflächen, Himmelsflächen, Waldränder. Die visuellen Irritationen erfordern in ihrer formalen Komplexität ein genaueres Hinsehen. Die Natur in ihrer autonomen Ästhetik bietet dem Künstler einen perfekten Ausgangspunkt für seine fotografische Sehweise, die man als einen „Modus des Weltverstehens” bezeichnen könnte. So erzählen auch die ebenfalls ausgestellten, geheimnisvoll auf Schwarz gesetzten Pflanzenmotive von Axel Hütte davon, dass das konstruierte, künstlerische Bild die Wahrnehmung der Realität verschiebt und eine Brillanz zwischen Flächigkeit und Raumtiefe erzeugen kann, die jenseits der realen Erscheinungen existiert.

Villa Rot: Ausstellungen


Speak, Volumes | Tomy, przemówcie / Annette Kelm / MOCAK Museum of Contemporary Art in Krakow / Polen / bis 14.6.2026

Annette Kelm, Alexandra Kollontay, Wege der Liebe. Drei Erzählungen: Die Liebe in drei Generationen, Schwestern, Wassilissa Maligyna, 1925, Malik-Verlag A.-G. Berlin, autorisierte Übertragung aus dem Russischen von Etta Federn-Kohlhaas, Einbandgestaltung John Heartfield, 2021, aus der Serie: Die Bücher, archival pigment prints, 71.5 × 54 cm, courtesy, die Künstlerin und Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul
Annette Kelm, Alexandra Kollontay, Wege der Liebe. Drei Erzählungen: Die Liebe in drei Generationen, Schwestern, Wassilissa Maligyna, 1925, Malik-Verlag A.-G. Berlin, autorisierte Übertragung aus dem Russischen von Etta Federn-Kohlhaas, Einbandgestaltung John Heartfield, 2021, aus der Serie: Die Bücher, archival pigment prints, 71.5 × 54 cm, courtesy, die Künstlerin und Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul

Speak, Volumes | Tomy, przemówcie / Annette Kelm / MOCAK Museum of Contemporary Art in Krakow / Polen / bis 14.6.2026

In ihrer Fotoserie „Die Bücher“ zeigt Annette Kelm die Einbände von rund einhundert einzelnen Büchern – Erst- oder Frühausgaben von Werken, die vom NS-Regime zwischen 1933 und 1945 verboten, auf die schwarze Liste gesetzt und oft öffentlich verbrannt wurden. Die „Aktion gegen den undeutschen Geist“ der Deutschen Studentenvereinigung, die in der berüchtigten Bücherverbrennung auf dem Opernplatz (heute Bebelplatz) gipfelte, gilt oft als Sinnbild für die landesweite Kampagne, die von der NSDAP initiiert und von Organisationen wie der SA und der Hitlerjugend unterstützt wurde. Die Bücherverbrennungen sollten den intellektuellen Pluralismus der Weimarer Kultur beenden. Bibliotheken und Verlage wurden angewiesen, verbotene Bücher aus Katalogen, Lesesälen und Regalen zu entfernen. Auch in Polen wurden nach der Besetzung durch Nazideutschland Bibliotheken systematisch zerstört, da sie als Wissensspeicher und Träger polnischer Identität galten.

Annette Kelm: Speak, Volumes - MOCAK


The Heart of the Matter / Carrie Mae Weems / Fotomuseum Antwerpen / Belgien / bis 23.8.2026

  • Carrie Mae Weems (American, b. 1953), Road Sign, 1991-1992, Gelatin silver print © Carrie Mae Weems, Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York Carrie Mae Weems (American, b. 1953), Road Sign, 1991-1992, Gelatin silver print © Carrie Mae Weems, Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York

„The Heart of the Matter“ ist die erste Retrospektive der einflussreichen amerikanischen Künstlerin und Bernd-und-Hilla-Becher-Preisträgerin Carrie Mae Weems (1953) in Belgien. In ihren eindringlichen Fotografien und Videoinstallationen erforscht sie Themen wie Rasse, Geschlecht, Macht und Erinnerung. Weems erscheint in ihren Fotografien oft als Motiv, Führerin und Muse. Ihre Erfahrungen als schwarze Frau prägen ihre Auseinandersetzung mit „vergessenen“ Geschichten. Sie rückt Orte in den Fokus, die sonst oft unberücksichtigt bleiben: von intimen Küchentischszenen bis hin zu Filmsets, von afroamerikanischen Kirchen bis zu ehemaligen Plantagen. Ihre Arbeit nutzt persönliche Geschichten, um die Komplexität und Ungerechtigkeit unserer Welt anzusprechen. Die Ausstellung umfasst über 100 Fotografien und Videos, darunter Meilensteine wie „Museums“ (2006) und die „Kitchen Table Series“ (1990). Speziell für diese Ausstellung schuf Weems die Serie „Preach“ (2025), die die Bedeutung des Glaubens sowohl persönlich als auch gesellschaftlich verdeutlicht. In dieser Serie erweisen sich Kunst und Architektur der Spiritualität als kraftvolle Formen des Widerstands.

FOMU | FOMU Antwerp | Exhibitions | Carrie Mae Weems - The Heart of…


20 Jahre Max Ernst Museum / Dorothea-Tanning-Saal / Max Ernst Museum, Brühl / bis 5.7.2026

Sedona Vogel I, Christoph Westermeier © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto: Christoph Westermeier
Sedona Vogel I, Christoph Westermeier © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto: Christoph Westermeier

20 Jahre Max Ernst Museum / Dorothea-Tanning-Saal / Max Ernst Museum, Brühl / bis 5.7.2026

Künstler*innen: Christoph Westermeier u. a.

Aktuelle Kunst trifft auf Max Ernst in der Sammlungspräsentation des Max Ernst Museums Am Donnerstag feiert das Max Ernst Museum mit der Eröffnung von zwei Interventionen in der Sammlungspräsentation seinen runden Geburtstag und lädt öffentlich dazu ein.
Die in Paris lebende und arbeitende Künstlerin Marion Verboom zeigt eigens für das Max Ernst Museum geschaffene Skulpturen, mit denen sie mit traditioneller Vorstellung von Skulptur und Materialität bricht. Ihre surrealistischen Objekte erinnern an die Assemblagen von Max Ernst. Der in Düsseldorf lebende Künstler Christoph Westermeier stellt in einer Fotocollage seine künstlerische Forschung zu Max Ernst, Surrealismus und Kolonialismus vor.

Max Ernst Museum Brühl des LVR


Human Topographies / Art Collection, Deutsche Börse Photography Foundation / Frankfurt / bis 16.8.2026

  • Ashtarak-Alagyaz, 1998, 40 x 50 cm, Silbergelatineabzug © Ursula Schulz-Dornburg Ashtarak-Alagyaz, 1998, 40 x 50 cm, Silbergelatineabzug © Ursula Schulz-Dornburg

Künstler*innen: Ursula Schulz-Dornburg, Wilhelm Schürmann, Ute und Werner Mahler, u. a.

Die Ausstellung präsentiert 70 Werke aus der Kunstsammlung Deutsche Börse und veranschaulicht die vielfältigen Facetten der von Menschen geprägten Umgebungen. Das Spektrum reicht von dicht besiedelten asiatischen Megastädten über nordamerikanische Metropolen und Kleinstädte an der deutschen und französischen Peripherie bis hin zu den weitläufigen, dünn besiedelten Gebieten im Mittleren Westen der USA – und den zahlreichen Zwischenformen. Die ausgestellten Werke zeigen das facettenreiche Zusammenspiel von Landschaft, Architektur und Mensch und beleuchten die Herausforderungen, die Natur und Klima in verschiedenen Regionen mit sich bringen, sowie die Lösungsansätze von Architekten*innen und Stadtplanern*innen. Das Spektrum reicht von der harmonischen Integration von Architekturinnen bis hin zu einem bizarren Verständnis von Stadtplanung, das die nahezu vollständige Zerstörung der ursprünglichen Landschaft einschließt. Die Fotoserien, deren Entstehung teilweise viele Jahre in Anspruch nahm, illustrieren die fortschrittliche und kreative, wenn auch rücksichtslose Gestaltung urbaner Räume sowie die Anpassungsfähigkeit ihrer Bewohner*innen.

Human Topographies. Art Collection Deutsche Börse


Greater New York 2026 / MoMA PS1 / New York, USA / bis 17.8.2026

  • Farah Al Qasimi. Kasbob House. 2026. Photograph. 30 × 40 in. Courtesy the artist and François Ghebaly, New York and Los Angeles, 2026 Farah Al Qasimi. Kasbob House. 2026. Photograph. 30 × 40 in. Courtesy the artist and François Ghebaly, New York and Los Angeles, 2026

Künstler*innen: Farah Al Qasimi u. a.

Das MoMA PS1 gibt die 53 Künstlerinnen und Künstler sowie Kollektive bekannt, die an „Greater New York 2026“ teilnehmen, der sechsten Ausgabe der renommierten Werkschau des Museums für Künstlerinnen und Künstler, die im Großraum New York leben und arbeiten. Die Ausstellung, die am 16. April 2026 eröffnet wird, umfasst ortsspezifische Installationen, neue Produktionen und aktuelle Werke, von denen die meisten noch nie zuvor ausgestellt wurden. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Museums wird die alle fünf Jahre stattfindende Ausstellung erstmals vom gesamten Kuratorenteam des MoMA PS1 organisiert. „Greater New York 2026“ rückt die Perspektiven von Künstlerinnen und Künstlern am Anfang und in der Mitte ihrer Karriere in den Vordergrund und beleuchtet die Kräfte, die den Alltag in der Stadt heute prägen, sowie Strategien des Widerstands und der Anpassung angesichts zunehmender Überwachung, wirtschaftlicher Unsicherheit und sich wandelnder Technologien.

Greater New York 2026


Katharina Sieverding: Life-Death / Gammel Strand / Kopenhagen, Dänemark / bis 30.8.2026

  • Videoarbeit Life-Death, 1969 © Katharina Sieverding Videoarbeit Life-Death, 1969 © Katharina Sieverding

Katharina Sieverding (geboren 1941) nahm 1975 an der wegweisenden Ausstellung „Kvindeudstillingen XX“ in Charlottenborg teil und zählte neben Marina Abramović und Inge Mahn zu den international bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Zeit. Obwohl Sieverding eine bedeutende Künstlerin ist, die eine entscheidende Rolle in der feministischen Kunstgeschichte spielte, stellte sie in Dänemark nur selten aus. Ihre „Selfie“-Fotografien und ihre Fortführung der Pop Art sind bis heute aktuell und eindringlich. In dieser Ausstellung wird die spektakuläre Videoarbeit „Life-Death“ aus dem Jahr 1969 präsentiert. Der experimentelle Charakter prägt die Szenen des Films, der ohne Drehbuch gedreht wurde und Musik der Kultband Kraftwerk enthält. So wie der Titel „Life-Death“ mit einem Bindestrich verbunden ist, so feiert das Werk Gegensätze und fließende Übergänge – zwischen Nacht und Tag, zwischen den Geschlechtern, zwischen Leben und Tod.

gammelstrand.dk/en/sieverding


Heustock / Bernhard Fuchs / Kunstmuseum Krefeld / bis 6.9.2026

  • Heuboden, Geierschlag (aus Heustock, 2018-2024), analoger C-Print, 61x49,5 cm, Bernhard Fuchs © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Heuboden, Geierschlag (aus Heustock, 2018-2024), analoger C-Print, 61x49,5 cm, Bernhard Fuchs © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Fuchs fokussiert seinen Blick immer wieder auf ein Sujet: auf das Mühlenviertel in Oberösterreich, wo er aufgewachsen ist. Seit Anfang der 1990er Jahre entstehen hier Serien, die die Landschaft und die Menschen dieser Region auf besondere Weise, unmittelbar und zugleich distanziert, zeigen. Mit Heustock hat der Künstler eine neue Werkserie abgeschlossen, die in den Jahren 2018 bis 2024 ebenfalls in der Region Oberösterreich entstanden ist. Als Heustock wird der Vorrat an Heu bezeichnet, der zumeist auf dem Heuboden in der Scheune trocknet, lagert und die Grundlage für eine Viehhaltung bildet. Aus Gründen mangelnder Rentabilität verschwinden solche ehedem unverzichtbaren Speicherräume nun nach und nach. Die Fotografien zeigen eine zum Teil archaisch anmutende Architektur und vermitteln einen intensiven Eindruck von Materialität. Fotografiert bei Tageslicht, entsteht in jedem Motiv eine besondere Farbigkeit und eine mitunter mystische Atmosphäre. Fuchs thematisiert in seiner Serie Heustock überkommene landwirtschaftliche Speicher- und Produktionsprozesse ebenso wie das Medium der Fotografie selbst. Die Kunstmuseen Krefeld präsentieren erstmals die neue Fotoserie Heustock in Haus Esters mit rund 30 Motiven.

Kunstmuseen Krefeld – Heustock


Wie wollen wir leben? / Kunststiftung DZ Bank / Franzfurt / 3.6. – 3.10.2026

  • Urban Utopia #1, 2025, Astrid Busch, VG Bild-Kunst, Bonn 2026 (Detail) Urban Utopia #1, 2025, Astrid Busch, VG Bild-Kunst, Bonn 2026 (Detail)

Künstler*innen: Talisa Lallai, Astrid Busch, u. a.

»Wie wollen wir leben?« Mit dieser Leitfrage richtet die Kunststiftung DZ BANK den Blick auf unser Zusammenleben in der Stadt. Vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungsprojekte versammelt die Ausstellung künstlerische Perspektiven auf Architekturen, Begegnungsräume und Natur sowie den Menschen in der Stadt. Was brauchen wir, um in großer Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufriedener miteinander leben können? Die künstlerischen Positionen zeigen, wie eng Architektur und Stadtentwicklung mit sozialen Fragen verbunden sind. Historische, politische und soziale Wohnkonzepte prägen unsere Großstädte bis heute. Sie lassen uns das Zusammenleben in der Stadt neu denken: Welche Voraussetzungen brauchen wir, um in Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufrieden miteinander leben können?

Kunststiftung DZ BANK - Ausstellungen


Vorschau

Vorschau

RESET. Düsseldorf Photography after Thomas Ruff / Goethe Institut Tokyo / Japan / 13.6 – 19.7.2026 / Eröffnung 12.6.2026 19 Uhr

Plakat zur Ausstellung, RESET. Düsseldorf Photography after Thomas Ruff, Goethe Institut Tokyo, 2026
Plakat zur Ausstellung, RESET. Düsseldorf Photography after Thomas Ruff, Goethe Institut Tokyo, 2026

RESET. Düsseldorf Photography after Thomas Ruff / Goethe Institut Tokyo / Japan / 13.6 – 19.7.2026 / Eröffnung 12.6.2026 19 Uhr

Künstler*innen: Katlen Hewel, Thomas Neumann, Naruki Oshima, Anne Pöhlmann, Thomas Ruff, Martina Sauter, Juergen Staack, Takashi Suzuki, Shigero Takato, Shinichi Tsuchiya

Im Juni 2026 startet das Goethe-Institut Tokio sein neu etabliertes Kuratorenprogramm „REFLEKTOR“ mit einer eindrucksvollen Auftaktausstellung in seinen brandneuen Galerieräumen. Als Auftakt dieses neuen Kapitels vereint die Gruppenausstellung *Reset. Düsseldorf Photography after Thomas Ruff* den weltbekannten deutschen Fotokünstler Thomas Ruff mit einer bedeutenden Gruppe japanischer und deutscher Künstler*innen, die während seiner Zeit an der Kunstakademie Düsseldorf aus seiner Fotografieklasse hervorgegangen sind.

Offizielle Webpräsenz des Künstlers Thomas Neumann (Düsseldorf, Berlin, Osaka) mit Informationen zu Kunst, Ausstellungen, Publikationen


Aber ich. Die Welt. Ich sehe. Dich / Hamburger Kunsthalle / 5.6. – 4.10.2026

Plakat zur Ausstellung, Aber ich. Die Welt. Ich sehe. Dich, Hamburger Kunsthalle, 2026
Plakat zur Ausstellung, Aber ich. Die Welt. Ich sehe. Dich, Hamburger Kunsthalle, 2026

Aber ich. Die Welt. Ich sehe. Dich / Hamburger Kunsthalle / 5.6. – 4.10.2026

Künstler*innen: Hannah Darabi, Sigmar Polke, Rosemarie Trockel, u. a.

Im Kontext der Triennale der Photographie präsentiert die Ausstellung ABER ICH | DIE WELT | ICH SEHE | DICH. Werke von 40 internationalen Künstler*innen verschiedener Generationen. Sie alle zeigen Falten im Inhalt von Fotografien: Details, die etwas über ein Bild verraten und jedes Mal die historischen Sedimente freilegen. Im ersten Ausstellungskapitel werden (Grab-)Landschaften entschlüsselt, die von historischen Erinnerungen durchdrungen und von persönlichen Erfahrungen, Mythen und Ideologien geprägt sind. Das zweite Kapitel enthüllt offensichtliche und zugleich geheime Analogien zwischen den von Marcel Duchamp geprägten Ready-mades und Fotografien. Es wird untersucht, wie Künstler*innen optische Geräte und fotografische Aneignungen nutzen, um Zustände von Formen festzuhalten, die als Matrix für die Organisation von Ideen dienen. Auf Protokolle, Bildbearbeitung und die Produktion von Objekten mit historischer und poetischer Anmutung bzw. darauf, wie Künstler*innen fotografisches oder archäologisches Material und Artefakte untersuchen und übersetzen, konzentriert sich der letzte Teil der Schau.

ABER ICH DIE WELT ICH SEHE DICH' | Hamburger Kunsthalle



Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne / Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Remagen / 10.7.2026 – 10.1.2027

  • Katharina Sieverding, DIE SONNE UM MITTERNACHT SCHAUEN (RED), SDO/ NASA, 2011–14 © Katharina Sieverding, Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026 Katharina Sieverding, DIE SONNE UM MITTERNACHT SCHAUEN (RED), SDO/ NASA, 2011–14 © Katharina Sieverding, Foto: Klaus Mettig, VG Bild-Kunst Bonn, 2026

Künstler*innen: Katharina Sieverding, Dominique Gonzalez-Foerster, Thomas Ruff, Mona Schulzek, u. a.

Seit jeher dient der Weltraum als mächtige Projektionsfläche für Sehnsüchte und Utopien – angesichts globaler Krisen hält er immer noch die Vision einer alternativen Existenz bereit. Apokalyptisches Erwachen und exzentrischer Grenzverlust werden mit rund 100 Werken von der Moderne bis zur Gegenwart beleuchtet.

Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne / Arp Museum Bahnhof Rolandseck


Why Don't You Dance? / Hannah Darabi / Photo Elysée / Lausanne, Schweiz / 26.06 – 01.11.2026

  • Homosexuality, Mahvashs Book Of Pleasure 2024, aus der Serie Why Dont You Dance © Hannah Darabi Homosexuality, Mahvashs Book Of Pleasure 2024, aus der Serie Why Dont You Dance © Hannah Darabi

Das Projekt kombiniert Fotografien, Videos und Archivmaterial und untersucht, wie Tanz je nach sozialem und politischem Kontext zu einem Ausdruck von Identität und Emanzipation werden kann, insbesondere innerhalb der iranischen Diaspora. Es ist inspiriert von der Autobiografie von Mahvash und den Karaoke-Abenden des Cabaret Tehran in Los Angeles. Damit schlägt Darabi eine Brücke zwischen historischen und zeitgenössischen Tanzpraktiken.

Hannah Darabi - Photo Elysée


Tempus pingendi / Elger Esser / Museum Ratingen / 18.9. – 24.1.2027

  • Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser Ambleteuse II, 2025, Mixed media: versilberte Kupferplatte, direktdruck, shellac. Van der Grinten Galerie © Elgar Esser

Das Museum Ratingen widmet dem international bekannten Künstler Elger Esser eine Einzelausstellung, dessen zentrales Thema die Landschaftsfotografie ist. Esser, geboren 1967 in Stuttgart, lebt in Düsseldorf, wo er an der Kunstakademie bei Bernd Becher studierte. Seine Arbeit liest sich als Parcours durch die Geschichte der Fotografie sowie als nuanciertes Wechselspiel der Fotografie mit der Malerei. Essers Aufnahmen entstehen im Stil historischer Fotografie, auf poetische Weise fängt er die ruhige Atmosphäre von Landschaften ein. Immer wieder wird Vergangenes hervorgerufen, so ist auch die Ausstellung eingebettet in das Ratinger Jubiläumsprogramm, das verschiedenste Verknüpfungen zu historischen und kulturellen Themen herstellt.

Museum Ratingen - Ausstellungen - Stadt Ratingen


Katharina Sieverding & Joseph Beuys / Museum Schloss Moyland / Bedburg-Hau / 11.10.2026 –7.2.2027

  • Katharina Sieverding Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Katharina Sieverding Schichtseite nach unten VIII 1971/2007 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Klaus Mettig © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

In dieser Ausstellung tritt Katharina Sieverding in den Dialog mit ihrem ehemaligen Professor Joseph Beuys. Der Fokus liegt dabei auf ihrer Zeit an der Düsseldorfer Kunstakademie und fasst Aspekte von Beuys‘ Lehre wie Beteiligungsprozesse und Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie ins Auge. Dafür steht u. a. die 243-teilige Filmarbeit Eigenbewegung von 1969. Eigenbewegung zeigt viele Protagonisten jener Jahre darunter Joseph Beuys, Johannes Stüttgen, Imi Knoebel, Blinky Palermo, Chris Reinecke und Jörg Immendorff. Ein abgegrenzter Ausstellungsbereich wird sich darüber hinaus mit modischen Selbstentwürfen beider Künstler*innen beschäftigen. Beuys und Sieverding schufen jeweils einen hohen Wiedererkennungswert mittels weniger aufeinander abgestimmter Kleidungsstücke und Accessoires. Vor ihrer Zeit an der Kunstakademie entwarf Sieverding Kostüme als Mitarbeiterin von Fritz Kortner am Wiener Burgtheater und stellte diese in szenische und inhaltliche Zusammenhänge. Ziel der Gegenüberstellung ist, die politischen Themen der beiden zu erforschen und zu erkunden, inwieweit sie sich ihres Images bedienen, um diese zu vermitteln und zugleich einen ikonischen Status als Künstler*innen zu erreichen. Kuratiert von Alexander Grönert, Antje-Britt Mählmann, Orson Sieverding, Pola Sieverding & Diana Weis

Katharina Sieverding & Joseph Beuys: Schloss Moyland


Buchvorstellungen

Buchvorstellungen

Im Maschinenraum der Photographie / Johannes Raimann / Katalog zu Ausstellung

Abb. Cover Ausstellungskatalog, Im Maschinenraum der Photographie, Oldenburger Kunstverein, 2025
Abb. Cover Ausstellungskatalog, Im Maschinenraum der Photographie, Oldenburger Kunstverein, 2025

Im Maschinenraum der Photographie / Johannes Raimann / Katalog zu Ausstellung

  • 60 Seiten
  • 47 Farbabbildungen
  • 20 cm x 28,8 cm
  • Hrsg. Oldenburger Kunstverein
  • 24 Euro

Dieser Katalog ist anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Oldenburger Kunstverein 24.5. – 3.8.2025 erschienen. Mit Textbeiträgen von Elisa Linseisen, Julia Reich, Nicolas Oxen, Arne Leopold und Johan Nane Simonsen.

» Johannes Raimann | Oldenburger Kunstverein


Handlungen / Helmut Schweizer

Abb. Buchcover, Handlungen, Helmut Schweizer, 2026
Abb. Buchcover, Handlungen, Helmut Schweizer, 2026

Handlungen / Helmut Schweizer

  • 220 Seiten
  • 370 Farbabbildungen
  • fadengehefteter Festeinband
  • 19 cm x 34 cm
  • Deutsch, Englisch
  • Leipzig April, 2026
  • ISBN: 9783959059541
  • Editor/Autor: Steffen Siegel
  • 42 Euro

Zwischen 1970 und 1976 arbeitete Helmut Schweizer an seiner fotografischen Werkserie Hand- lungen. Auf mehr als 100 dreiteiligen Bild-Tableaus inszenierte der Künstler ganz alltägliche, oft verblüffende, zuweilen auch recht absurde Situationen. Handlungen gehört zu den wichtigsten Beiträgen zur konzeptuellen Fotografie der 1970er Jahre. Fünf Jahrzehnte nach ihrer Entstehung wird die Werkserie mit diesem Buch erstmals in vollem Umfang zugänglich gemacht. Hierfür wurde das Archiv des Künstlers umfassend ausgewertet: Zum Vorschein kommt eine konzeptuell wie ästhetisch einzigartige künstlerische Arbeit. Eine ausführliche Interpretation des Herausgebers Steffen Siegel führt an die Werkserie heran und betont auch das politische Anliegen Schweizers: Wie ist es möglich, das Verhältnis des Menschen zur Natur jenseits der Hierarchie von Subjekt und Objekt, von Herrschaft und Unterwerfung zu denken?

Spector Books


Kalender

Kalender

Fr 5.6. – So 7.6.
14 – 20 Uhr

Eröffnung, Workshops, uvm
Kunst im Hafen e. V.

So 7.6.
12 – 13.30 Uhr

Workshop
K21

Sa – So
13.6. Museumsnacht
14.6. Tag der Bühnen

Art:walk Festival

So 14.6.
15 Uhr

Öffentliche Führung
K21

Fr 19.6.
19 Uhr

Eröffnung
Galerie noir blanche

So 21.6.
15 Uhr

Öffentliche Führung
K21

So 28.6.
15 Uhr

Öffentliche Führung
KAI10

So 28.6.
15 Uhr

Öffentliche Führung
K21

Di 30.6.
16 Uhr

Eröffnung
Rotunde im Hentrichhaus, Malkasten

Fr 3.7.
18 Uhr

Eröffnung
Galerie Anna Laudel

Fr 10. 7.
18 Uhr

Eröffnung
KIT

So 12.7.
15 Uhr

Öffentliche Führung
KAI10


Sonstiges

Sonstiges

Neuer Film über Laurenz Berges erscheint bald / „Lebensräume“ ein Film von Ralph Goertz

  • Film stills from Laurenz Berges. Lebensräume / Ein Film von Ralph Goertz © IKS-Medienarchiv Film stills from Laurenz Berges. Lebensräume / Ein Film von Ralph Goertz © IKS-Medienarchiv

Laurenz Berges gehört zu der jüngeren Generation, die bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf studierten. Zuvor studierte Berges allerdings an der Folkwangschule in Essen und legte 1989 eine Assistenz-Zeit bei Evelyn Hofer in New York City ein, die ihn visuell und inhaltlich stark geprägt hat. Der Filmemacher und Kurator Ralph Goertz begleitete Laurenz Berges über zwei Jahre mit der Kamera in seinem Studio, beim Aufbau seiner Ausstellung im MGKSiegen und bei Aufnahmen in seiner Heimatstadt Cloppenburg, der er 1989/90 eine seiner ersten künstlerischen Serien widmete.

IKS-Institut für Kunstdokumentation und Szenografie


OPEN CALL / Beyond Film – community exhibition by Optic Oldschool / Bilker Bunker

Plakat, OPEN CALL, Beyond Film – community exhibition by Optic Oldschool / Bilker Bunker
Plakat, OPEN CALL, Beyond Film – community exhibition by Optic Oldschool / Bilker Bunker

OPEN CALL / Beyond Film – community exhibition by Optic Oldschool / Bilker Bunker

Dieser Aufruf richtet sich an alle Fotograf*innen, die mit analoger Fotografie arbeiten. Die Fotografieausstellung im Bilker Bunker vom 10.7. – 19.07.2026 lädt die Gemeinschaft ein, Teil der Ausstellung zu werden. Es werden Fotos mit einer starken visuellen Stimme gesucht. Ehrliche, bewusste Arbeit. Keine Themenbegrenzungen, aber Klarheit und Autorenschaft sind wichtig.

Wie man sich bewirbt:

  • Bis zu 3 Fotos senden
  • Eine Einreichung pro Person
  • Per E-Mail an: opencall@optik-oldschool.com
  • Frist: 31.5.2026

Weitere Infos über Instagram @optikoldschool

 


OPEN CALL / Deutscher Fotobuch-Preis 26|27

  • Abb. Open Call, Deutscher Fotobuchpreis 26/27 Festival fotografischer Bilder, Folge 1-48, Emma Rüther, 2026

Das Einreichungsportal für den Deutschen Fotobuchpreis 26|27 ist ab sofort offiziell geöffnet! Zusammen mit dem Internationalen Festival Fotografischer Bilder wird auch in diesem Jahr Ausschau nach den besten Fotobüchern aus dem deutschsprachigen Raum gehalten. Ganz egal, ob du für einen Verlag arbeitest, als freie*r Fotokünstler*in Projekte realisierst oder noch im Studium steckst – alle sind herzlich eingeladen, ihre Werke der Fachjury vorzustellen.

Einreichungszeitraum: ab sofort bis zum 15.6.2026

Die Einreichung zum Deutschen Fotobuchpreis 26|27 hat begonnen! – Deutscher Fotobuchpreis


OPEN CALL / f/stop – Festival für Fotografie Leipzig 2027

  • Abb, OPEN CALL, f/stop – Festival für Fotografie Leipzig 2027 Abb, OPEN CALL, f/stop – Festival für Fotografie Leipzig 2027

Die 11. Ausgabe des f/stop – Festival für Fotografie Leipzig widmet sich 2027 dem Thema ALIEN. Im Fokus stehen visuelle Darstellungen des Fremden ebenso wie Formen von Entfremdung und Irritation im scheinbar Vertrauten. Dabei geht f/stop neue konzeptionelle Wege: Internationale und lokale Gastkuratorinnen entwickeln in unterschiedlichen Formaten jeweils eigene Perspektiven auf das Thema – jede mit einem eigenständigen konzeptionellen Ansatz. Erstmals wird es zudem mit den f/stop SATELLITEN ein Auftaktwochenende vor der offiziellen Festivaleröffnung geben (21.-23.5.2027). Ziel ist es, den Satellitenausstellungen mehr Raum zu geben und diese stärker sichtbar zu machen – auch unabhängig von den zentralen Festivalausstellungen. Die f/stop SATELLITEN zeigen als eigenständig organisierte Fotoausstellungen vor und während des Festivals die Vielfalt der lokalen und regionalen Fotoszene. f/stop listet diese Ausstellungen und Veranstaltungen im Festivalprogramm.

Erste Einblicke in die 11. Ausgabe des f/stop – Festival für Fotografie Leipzig 2027 und OPEN CALL • f / stop


Fotografie neu denken / Book Launch zum 80. Geburtstag von Helmut Schweizer

Fotografie neu denken / Book Launch zum 80. Geburtstag von Helmut Schweizer

Teil 1 und 2 Helmut Schweizer, Steffen Siegel, Lyosha Kritsouk, Jan Wenzel, Luis Lucyga

Seit mehr als 50 Jahren ist Helmut Schweizer präsent auf der internationalen künstlerischen Bühne. Anlass genug, ihn zum 80. Geburtstag erneut in meinem Podcast zu würdigen, denn er ist für mich nach wie vor eine fotografische Inspiriationsquelle und ein Vorbild als Mensch und Künstler. In der Galerie Rupert Pfab in Düsseldorf sprachen Steffen Siegel, Lyosha Kritsouk, Jan Wenzel, Luis Lucyga und Helmut Schweizer am 22. Mai 2026 gemeinsam über das Buchprojekt: »Helmut Schweizer - Handlungen«, das im Mai 2026 bei Spector Books erschienen ist.

Fotografie Neu Denken. Der Podcast.


Nature continues / Hardo Bruhns über Helmut Schweizer / eiskellerberg.tv

Nature continues / Hardo Bruhns über Helmut Schweizer / eiskellerberg.tv

„Von der Heiterkeit des Künstlers am Rande des Fassungsvermögens (cut)“ lautet der Titel des Films von Hardo Bruhns über Helmut Schweizer. Der Film entstand anlässlich zu Schweizers aktuellen Ausstellung „nature[continues]“ in Schloss Benrath, in der es um Fundamentale Menschheitsfragen – und die Hoffnung, wie wir die Kriese der Moderne überwinden können geht.

Helmut Schweizer: nature continues | Kunstkritik


Internationales Festival Fotografischer Bilder – Alle Festival-Vorträge und die Preisverleihung ab jetzt auf YouTube!

Internationales Festival Fotografischer Bilder – Alle Festival-Vorträge und die Preisverleihung ab jetzt auf YouTube!

INTERNATIONALES FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER 2025 –Podiumsdiskussion - YouTube


Anmeldung zum Newsletter "Düsseldorf und Fotografie"

Kontakt

  • Landeshauptstadt Düsseldorf
    Kulturamt
    Zollhof 13
    40221 Düsseldorf
  • Kulturamt
    Koordinierungsstelle Fotografie
    Stephan Macháč
    0211- 8924207