Unterbringung von Flüchtlingen: Fragen und Antworten

Allgemeine Fragen

Wie viele Flüchtlinge gibt es bereits in Düsseldorf?

Zum Stichtag 30. April 2017 bringt die Landeshauptstadt Düsseldorf insgesamt 7.352 Flüchtlinge unter. Die Stadt wird die ihr zugewiesenen Flüchtlinge weiterhin dezentral unterbringen.

Woher kommen die Flüchtlinge?

Derzeit kommen die Flüchtlinge hauptsächlich aus Syrien, aus dem Irak und Afghanistan sowie aus zentralafrikanischen Staaten, wie Ghana und Guinea. Sie fliehen vor Krieg oder Verfolgung und fürchten dort um ihr Leben.

Wie hoch ist der Anteil der minderjährigen Personen unter den Flüchtlingen?

Gut ein Drittel der Flüchtlinge ist noch minderjährig.

Wer entscheidet, wie viele Flüchtlinge nach Düsseldorf kommen?

Asylbegehrende werden in den ersten Wochen des Asylverfahrens in der Regel in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht. Jedes Land hat eine festgelegte Quote an Asylbegehrenden aufzunehmen (sogenannter Königsteiner Schlüssel, Zuweisung orientiert sich an der Einwohnerzahl und dem Steueraufkommen), um die damit verbundenen Lasten angemessen zu verteilen. Die Festlegung der zuständigen Aufnahmeeinrichtung erfolgt über das bundesweite Verteilungssystem EASY (Erstverteilung der Asylbegehrenden). Die Festlegungen für Nordrhein-Westfalen werden von der Bezirksregierung Arnsberg getroffen.

Was ist eine Erstaufnahme?

Eine Erstaufnahmeeinrichtung wird vom Land betrieben und stellt den reibungslosen Beginn des Asylverfahrens sicher. Sie dient der Registrierung und Verteilung der Flüchtlinge innerhalb des Landes NRW. Daher bleiben die Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung zwei Tage bis maximal zwei Wochen. Dort erhalten die Flüchtlinge Vollverpflegung. Eine Erstaufnahmeeinrichtung wird unmittelbar vom Land finanziert, dazu zählen insbesondere die Kosten für die erstmalige Errichtung, eine Instandsetzung bestehender Immobilien und den laufenden Betrieb. Hingegen werden in städtischen Unterkünften ausschließlich die Flüchtlinge während der Durchführung ihres Asylverfahrens untergebracht, die das Land Nordrhein-Westfalen der Landeshauptstadt Düsseldorf zugewiesen hat. Hat eine Stadt eine Erstaufnahmeeinrichtung, dann werden diese Plätze auf die Gesamtzahl der aufzunehmenden Flüchtlinge angerechnet.

Warum werden nicht alle Flüchtlinge in Wohngebäuden untergebracht?

Angesichts der Zahl der unterzubringenden Menschen, müssen auch andere Unterbringungsmöglichkeiten genutzt werden. Schon heute wohnen ein Teil der Flüchtlinge in Hotels. Aber auch mobile Wohnmodule werden aufgestellt und auch leerstehende Gebäude werden genutzt, wenn sie für die Unterbringung von Menschen geeignet sind. Ziel ist, die Flüchtlinge auf das ganze Stadtgebiet sozialverträglich zu verteilen.

Wenn die Wohnmodule einmal aufgestellt sind, wie lange bleiben sie dann vor Ort stehen?

Alle Miet- beziehungsweise Kaufverträge für mobile Wohneinheiten werden aus baurechtlichen Gründen längstens auf fünf Jahre abgeschlossen. Nach fünf Jahren muss der Standort neu geprüft werden.

Wer betreut die Flüchtlinge und Asylsuchenden?

Die örtlichen Wohlfahrtsverbände, beispielsweise die Diakonie und das Deutsche Rote Kreuz betreuen die Flüchtlinge mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften. Die Verbände verfügen über Fachkräfte - wie beispielsweise Diplom-Sozialarbeiterinnen und -Sozialarbeiter -, die über eine langjährige Erfahrung bei der Betreuung von Flüchtlingen verfügen.
Seit dem 1. Juni 2015 wurde die hauptamtliche Betreuung der Flüchtlingsunterkünfte neben der Diakonie und dem DRK, auch auf den Caritasverband, die AWO, die Malteser, SKFM und die Johaniter ausgeweitet.

Wenn ich mich engagieren oder etwas spenden will, an wen kann ich mich wenden?

Wenn Sie etwas spenden wollen, dann finden Sie hier weitere Informationen: Spenden

Wenn Sie selbst aktiv und ehrenamtlich die Flüchtlingshilfe unterstützen möchten, können Sie hier unter Kontakt eine Nachricht mit Ihren Kontaktdaten an das Büro der Flüchtlingsbeauftragten senden. Ihre Daten werden an die zuständigen Bezirksvertretungsstellen und betreuenden Wohlfahrtsverbände weitergeleitet. Alternativ können Sie sich auch direkt an eine der hauptamtlichen Koordinatorinnen der Wohlfahrtsverbände wenden.

Zu den Koordinatorinnen zählen:


Ärztinnen und Ärzte gesucht
: Die Landeshauptstadt Düsseldorf sucht dringend weitere freiwillige Ärztinnen und Ärzte mit allgemeinmedizinischen Kenntnissen zur Erstversorgung der ankommenden Flüchtlinge bei der Erstaufnahme. Die steigende Zahl der in Düsseldorf ankommenden Menschen macht eine Verstärkung des freiwilligen Engagements notwendig. Interessierte Ärztinnen und Ärzte, aber auch Pflegekräfte und Personen, die sowohl über Fremdsprachenkenntnisse als auch medizinischen Hintergrund verfügen, die das Gesundheitsamt unterstützen möchten und möglichst regelmäßig einsetzbar sind, werden gebeten, sich für die Mithilfe zu melden unter E-Mail gesundheitsschutz@duesseldorf.de.

Können Flüchtlinge und Asylsuchende ein Konto eröffnen?

Für Asylsuchende und Flüchtlinge ist es nicht einfach, ein eigenes Konto zu eröffnen. Auf Basis der gemäß Geldwäschegesetz zugelassenen Legitimationspapiere kann aber auch dieser Personenkreis ein Konto bei der Stadtsparkasse Düsseldorf eröffnen.

Dazu gehören folgende Dokumente, die ein Foto enthalten müssen:

  • Aufenthaltsgestattung (sofern sie nicht ausdrücklich den Hinweis enthalten, "genügt nicht der Ausweispflicht")
  • Bescheinigung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge über die Anerkennung als Asylberechtigte und Flüchtlinge
  • Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender mit syrischer Staatsangehörigkeit (mit Lichtbild inklusive der Bestätigung der Stadt Düsseldorf zur Vorlage bei der Stadtsparkasse Düsseldorf)

Wo finde ich die Ergebnisse des Runden Tisch Asyl?

Die Ergebnisse des Runden Tisch Asyl veröffentlicht die Stadt nach jeder Sitzung hier auf www.duesseldorf.de. Dort sind die wichtigsten Ergebnisse der einzelnen Arbeitstreffen zusammengefasst und es sind die aktuellen Powerpoint-Vorträge der Expertinnen und Experten hinterlegt.

Schule und Arbeit

Sind Flüchtlingskinder schulpflichtig?

Alle Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren haben das Recht und auch die Pflicht eine Schule zu besuchen. Nach dem Schulgesetz besteht die Schulpflicht für jedes Kind, somit auch für die Kinder von Asylsuchenden. Durch die Zuweisung und Meldung in Düsseldorf sind die Eltern oder Erziehungsberechtigten verpflichtet, ihr Kind umgehend an einer Schule anzumelden.

Sehr häufig sprechen die Kinder von Asylsuchenden gar nicht oder nur sehr schlecht Deutsch. Es gibt in Düsseldorf in allen Schulformen eine Erstförderung in der deutschen Sprache für Kinder und Jugendliche mit geringen oder gar keinen Deutschkenntnissen. Damit das Kind an eine solche Schule vermittelt werden kann, nehmen die Eltern oder Erziehungsberechtigten Kontakt zur Kommunalstelle für Integration und Bildung (KIB) auf.
Im Beratungsgespräch wird das Kind aufgrund der bisherigen Schullaufbahn unter Beteiligung der Schulaufsicht an eine geeignete Schule vermittelt.
Weitere Informationen zur KIB finden Sie auch unter Kommunalstelle für Integration und Bildung

Auf der Internetseite Schulen in Düsseldorf finden Sie alle Düsseldorfer Schulen mit ihren Standorten. Weitere Informationen zum Thema Schulpflicht erhalten Sie unter Schulpflicht

Welche Integrationsangebote gibt es im schulischen Bereich?

Je nach Platzangebot der Schule besteht die Möglichkeit, dass das Kind von Asylsuchenden für den Ganztag angemeldet werden kann. Hier hat das Kind am Nachmittag die Möglichkeit, durch den intensiven Kontakt mit den anderen Kindern beim Erlernen der deutschen Sprache Unterstützung zu bekommen. Außerdem erhält es ein warmes Mittagessen, Betreuung durch Fachpersonal, Unterstützung bei den Lernzeiten, verschiedene Sport-, Förder- und Freizeitangebote sowie Angebote in den Ferien. Weitere Informationsn finden Sie hier

Dürfen Asylsuchende, anerkannte Flüchtlinge und Geduldete arbeiten?

Eine neue Informationsbroschüre mit dem Titel "Potentiale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen" (PDF-Datei, 3 MB), die die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entwickelt hat, zeigt Betrieben in komprimierter Weise, wie sie vorgehen müssen, wenn sie Geflüchtete beschäftigen wollen und welche Unterstützungsmöglichkeiten die Bundesagentur für Arbeit bietet.

Rund um das Thema "Wohnraum"

Woher kommen die Flüchtlinge?

Momentan kommen die Flüchtlinge mit der Berechtigung zur Anmietung einer eigenen Wohnung hauptsächlich aus den Ländern Syrien, Irak und Afghanistan.

Wie lange ist die Dauer ihres Aufenthaltes in Deutschland?

Flüchtlinge und anerkannte Asylbewerber erhalten regelmäßig einen mehrjährigen Aufenthaltsstatus.
Darüber hinaus ist die Aufenthaltsdauer bei Flüchtlingen auch von der Situation in ihrem Heimatland abhängig.

Haben die Flüchtlinge eine Erlaubnis zur Arbeitsaufnahme?

Die Erlaubnis zur Aufnahme einer Arbeit ist je nach Aufenthaltsstatus individuell geregelt. Das durch die kommunale Ausländerbehörde ausgestellte Ausweisdokument gibt Aufschluss über die Möglichkeiten einer jeden Person hinsichtlich der Erlaubnis zur Arbeitsaufnahme.

Wie kann ich mich mit den Flüchtlingen verständigen?

Die Erfahrung aus Gesprächen im Wohnungsamt zeigt, dass die meisten Menschen schnell Grundkenntnisse in der deutschen Sprache erworben haben. Darüber hinaus ist oft eine Verständigung ergänzend in der englischen Sprache möglich.

Welcher Wohnraum wird gesucht?

Besonders dringend wird Wohnraum für Einzelpersonen und große Familien mit mehreren Kindern gesucht. Es ist jedoch jedes Wohnungsangebot willkommen!
Ob der angebotene Wohnraum für den jeweiligen Personenkreis geeignet ist, kann in einem Besichtigungstermin mit der zuständigen Sachbearbeitung des Wohnungsamtes geklärt werden.

Ich möchte Wohnraum für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen anbieten, beispielsweise für 1 Jahr. An wen muss ich mich wenden?

Ihr Wohnungsangebot wird gerne im Wohnungsamt aufgenommen und an die zuständigen Stellen weiter geleitet. zum Kontaktformular

Welche Miethöhe darf ich ansetzen?

Die überwiegende Anzahl der wohnungssuchenden Flüchtlinge ist momentan noch auf Leistungen der Sozialleistungsträger (Jobcenter, Grundsicherung) angewiesen. Dort werden anhand von Richtlinien die Höchstbeträge für die Anmietung von Wohnraum festgelegt.
Zurzeit beläuft sich die Mietobergrenze auf einen Betrag von 7,75 Euro bis 9,45 Euro Netto-Kaltmiete inklusive kalte Betriebskosten. Die Heizkosten werden gesondert berechnet. Einzelheiten zur Angemessenheit der Miethöhe können im individuellen Gespräch geklärt werden.
Darüber hinaus wird der individuelle Wohnraumbedarf je nach Größe des Haushaltes festgelegt. Für eine Person gilt eine Wohnungsgröße bis 50 Quadratmetern als angemessen; sie erhöht sich um jeweils 15 Quadratmeter bei jeder weiteren Person.
Neben den Mietkosten wird bei Vertragsabschluss eine Kautionsbürgschaft gewährt, die für den Zeitraum von 3 Jahren auf erste Anforderung im Anspruchsfall angefordert werden kann. Die Bürgschaft kann jeweils 6 Monate vor Ablauf bei andauerndem Leistungsbezug entsprechend verlängert werden.

Kann ich im Rahmen meines Mietangebotes Möbel mit vermieten?

Die Übernahme oder Anmietung von Möbeln ist grundsätzlich möglich. Die Einzelheiten zu Umfang und (Abstands-)summe wird individuell betrachtet.

Wer ist mein Vertragspartner?

Das Wohnungsamt vermittelt Wohnraum im Rahmen eines unbefristeten Mietvertrages nach den Richtlinien des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Ihre zukünftige Mieterin/Ihr zukünftiger Mieter ist auch ihr Vertragspartner.

Wer zahlt die Miete?

Flüchtlinge, die Leistungen des Jobcenters oder der Grundsicherung beziehen, erhalten im Rahmen ihres individuellen Anspruchs auch Leistungen für die Kosten ihrer Unterkunft bzw. ihres Wohnraums.
Sie erhalten Ihre Miete grundsätzlich durch Ihre Mieterin/Ihren Mieter. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sofern sich die Vertragsparteien einig sind, die Mietzahlung direkt vom Leistungsträger überweisen zu lassen.

In welchem Rahmen erfolgt die Besichtigung der Wohnung durch Mietinteressenten?

Nach vorheriger Auswahl durch das Wohnungsamt wird Ihnen ein geeigneter Mietinteressent vorgeschlagen. Die Besichtigung der Wohnung erfolgt im Beisein der beim Wohnungsamt zuständigen Sachbearbeitung. Die weiteren Schritte, wie beispielsweise notwendige Formalitäten zum Mietvertragsabschluss, werden gemeinsam besprochen.

Kann ich im Rahmen meines Mietangebotes eine Provision erhalten?

Nein. Das Wohnungsamt vermittelt nur Wohnungen ohne Provision.

Wer kümmert sich nach Mietvertragsabschluss um meine Mieter?

Im Rahmen der Vermittlung einer Wohnung werden die Flüchtlinge durch die Diakonie in Düsseldorf als auch durch die für die Akquise zuständigen Sachbearbeitung des Wohnungsamtes betreut. Mit Mietvertragsabschluss und Umzug sind sodann regelmäßig alle in diesem Zusammenhang offenen Fragen geklärt. Für die weitere Integration von Flüchtlingen in ihren Lebensbereich werden individuelle Angebote, beispielsweise durch Sozialverbände, Schulen, Nachbarschaftshilfen, ehrenamtliche Betreuung vorgehalten.
Bei auftretenden Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Mietzahlung können Sie sich an die zuständige Sachbearbeitung des Wohnungsamtes wenden.

Sport und Flüchtlinge

Sind die Flüchtlinge bei Sportangeboten der Vereine versichert?

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NW) hat über die Sporthilfe e.V. bei der ARAG Sportversicherung für die Sportvereine einen Zusatzversicherungsschutz für Flüchtlinge und Asylbewerber abgeschlossen. Somit können die Flüchtlinge und Asylbewerber am Vereinsleben sofort teilnehmen. Über den genauen Umfang der Zusatzversicherung können sich die Sportvereine bei der Sporthilfe e.V., Frau Lucke, unter Telefon 02351.9475419 informieren.

Gibt es seitens der Flüchtlinge auch Ressourcen für Vereine?

Es ist durchaus möglich, dass es auch unter den Flüchtlingen Trainerinnen und Trainer oder Übungsleiterinnen und Übungsleiter gibt, die sich vielleicht im Verein einbringen können.

Gibt es sprachliche Hürden und wenn ja, wie können diese überwunden werden?

Der Sport ist oft selbsterklärend und funktioniert über "Vormachen /Nachmachen". Eventuell kann der Sport sogar bei der Sprache helfen. Die Hürden werden daher eher gering sein. Es kann aber auch kulturelle Aspekte geben, die es zu beachten gilt.

Was können und sollen die Vereine leisten?

Sport ist für die Flüchtlinge oft eine willkommene Ablenkung und lässt persönliche Kontakte entstehen, was eine gute Brücke in die Gesellschaft darstellen kann.

Nur das leisten, was man auch leisten kann.
Generell gilt es in diesem Thema einen langen Atem zu haben. Es gilt nicht nur im ersten Jahr viel anbieten zu können, sondern auch mittel- und langfriste Hilfen zu ermöglichen. Neben nachhaltigen Angeboten, hilft aber auch jedes kurzfristige und kurzweilige Angebot, dass den Menschen hilft in dieser Zeit, Ihre Sorgen ein wenig zu vergessen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Integration in bestehende Angebote

  • Kostenfreie Angebote, Einbinden in bestehende Gruppen
  • Beitragsfreie Mitgliedschaft oder über Bildungs- und Teilhabepaket
  • kürzere Mitgliedschaften
  • Kooperationen auch bei Vereinswechsel
  • gemeinsame Angebote mehrerer Vereine

Bereitstellung von Sportstätten
Eventuell stehen zu bestimmten Zeiten Sportstätten zur Verfügung, die zwar nicht vom Verein betreut werden können, aber für Angebote bereitgestellt werden können. In diesem Fall gilt es vorher Fragen zur Betreiberpflicht und Verkehrssicherungspflicht zu klären.

Was gilt es in Bezug auf die Betreiberpflicht und die Verkehrssicherungspflicht zu beachten?

Wenn Sportstätten für Angebote zur Verfügung gestellt werden, obliegt die Betreiberpflicht und Verkehrssicherungspflicht dem Betreiber und Veranstalter. Bei Vereinsangeboten ändert sich dann auch beim Sport mit Flüchtlingen nichts.

Wird die Anlage anderen Nutzern zu Verfügung gestellt, gilt es unbedingt vorher Fragen zur Betreiberpflicht und Verkehrssicherungspflicht zu klären und vertraglich zu vereinbaren.

Welche Ideen und Beispiele für Angebote oder Sportangebote gibt es in Düsseldorf?


  • Der Sportactionbus betreut dienstags von 15-18 Uhr ein offenes Sportangebot für Kinder und Jugendliche an der Lacombletstraße.
  • Der Sportactionbus bietet dienstags von 11-13 Uhr auf der Bezirkssportanlage Feuerbachstraße im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf ein Fußballangebot für junge Männer an.

Welche weitere Ideen und Beispiele für Vereins-Sportangebote gibt es?

In den Medien werden schon viele gute Beispiele in Deutschland dargestellt. Ein einfaches Beispiel stellt die gemeinsame Erklärung der Nieder-Olmer Sportvereine  dar.

Gibt es finanzielle Unterstützung für Sportvereine?

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre steht über das Bildungs- und Teilhabepaket ein Betrag in Höhe von 10 Euro pro Monat zur Verfügung. Weitere Informationen und Beratung:

  • Amt für soziale Sicherung und Integration, Telefon 0211 89-91
  • Stadtsportbund Düsseldorf e.V., Sportactionbus, Telefon 0211 20054450

Das Förderprojekt vom Landessportbund NRW ist zum 31.01.2015 ausgelaufen - hier können keine Fördermittel mehr abgerufen werden. Für finanzielle Bedarfe, die nicht über oben genannte Möglichkeiten geleistet werden können, wird das Sportamt mit dem Stadtsportbund ein Förderkonzept erarbeiten und zeitnah vorstellen.

Gibt es materielle Unterstützung für Sportvereine?

Einige Vereine konnten mit Spendenaufrufen bei Ihren Mitgliedern sehr viel gute Sportkleidung für Flüchtlinge sammeln. Generell ist die Hilfsbereitschaft in der Düsseldorfer Bevölkerung sehr groß.

Für materielle Bedarfe, die nicht aus Spenden gewonnen werden können, wird das Sportamt mit dem Stadtsportbund ein Förderkonzept erarbeiten und zeitnah vorstellen.