Stationen der Filmgeschichte

Immer dienstags um 20 Uhr

Stationen sind Orte der Abfahrt, Ankunft oder des Richtungswechsels. Auf der langen Reise der Filmgeschichte waren und sind sie Punkte, in denen Neues geschaffen, Außergewöhnliches geleistet oder etwas Einmaliges hervorgebracht wurde. Filme, die nach wie vor interessant, spannend oder erhellend sind. Andere wurden im Negativen wie im Positiven Monumente, da sie eng mit der Zeitgeschichte verbunden waren.

Sommerpause im Juli und August!

Di 3.9. | 20:00
ZAZIE DANS LE METRO · ZAZIE
Regie: Louis Malle · F·I 1960

Di 10.9. | 20:00
EL ESPÍRITU DE LA COLMENA · DER GEIST DES BIENENSTOCKS
Regie: Victor Erice · E 1973

Di 17.9. | 20:00
ORLANDO
Regie: Sally Potter · GB·F·I·NL·RUS 1992

Di 24.9. | 20:00
PROGRAMM "GERMAINE DULAC"
F 1915-1934

Alle Filme finden Sie im Flyer

In Zusammenarbeit mit Filmforum – Freundeskreis des Filmmuseums e.V.

Stummfilm + Musik

Während der Frühzeit des Kinos war es noch nicht möglich Bild und Ton synchron aufzunehmen und abzuspielen. Deshalb wurden Stummfilme in den Kinos von Live-Orchestern oder Kinoorgeln begleitet und so stimmungsvoll für das Publikum unterlegt. In dieser Tradition begibt sich das Filmmuseum einmal im Monat in die Frühzeit des Films und präsentiert einen Stummfilm mit Live-Musik. Dieses Angebot ist in der Umgebung einzigartig!
Neben klassischer Begleitung am Klavier oder der hauseigenen Welte-Kinoorgel kommen auch moderne Musikrichtungen und DJs auf die Bühne. Erleben Sie Kino in seiner ursprünglichen Form als dezidierte Bildsprache und lassen Sie sich von der Welt des Stummfilms verzaubern.

Eintritt:
8,00 Euro · Ermäßigt: 5,00 Euro · mit Black-Box-Pass: 4,00 Euro

SA 28.09. | 20:00
FAUST

D 1926 · 107 min · Regie: F.W. Murnau · Drehbuch: Gerhart Hauptmann, Hans Kyser nach einer Vorlage von Johann Wolfgang von Goethe, Christopher Marlowe · Kamera: Carl Hoffmann · Darsteller: Gösta Ekman, Emil Jannings u.a.

 

Filmclubs

Jeden Donnerstag zeigen die jeweils einem Sprachraum gewidmeten Filmclubs untertitelte Originalfassungen – auf Griechisch, Spanisch, Italienisch und Französisch. Hier bieten die Filmreihen der Filmclubs sprachkundigen Besucherinnen und Kulturinteressierten regelmäßig die Möglichkeit, den Film in seiner ursprünglichen Version zu hören und die Länder besser kennenzulernen. Damit greift die Black Box eine Idee der Gründerzeit kommunaler Filmarbeit auf. Kooperationspartner sind das Japanische Generalkonsulat, das Institut français und das Übersetzungsbüro Manzin.

Selbst wenn man die Sprache nicht perfekt beherrscht, erleichtern die Untertitel das Verständnis. In erster Linie spüren die Filmclubs aktuellem Filmgeschehen in den jeweiligen Ländern nach. Es gibt aber auch den einen oder anderen Klassiker in Originalsprache zu entdecken.

 

Griechischer Filmclub

1. Donnerstag im Monat

Sommerpause im Juli und August.

Do 05.09. | 20:00
KYNODONTAS · DOGTOOTH
Regie: Giorgos Lanthimos · GR 2009

 

Spanischer Filmclub

2. Donnerstag im Monat

Sommerpause im Juli und August.

Do 12.09. | 20:00
IMPULSO
Regie: Emilio Belmonte · F·E 2017

 

Italienischer Filmclub

3. Donnerstag im Monat

Sommerpause im Juli und August.

Do 19.09. | 20:00
TUTTI I SANTI GIORNI · TAGEIN TAGAUS
Regie: Paolo Virzì · I 2012

 

Französischer Filmclub

4. Donnerstag im Monat

Sommerpause im Juli und August.

Do 26.09. | 20:00

LE REDOUTABLE · GODARD MON AMOUR

Regie: Michel Hazanavicius · F 2017

Erstaufführung

Einmal im Monat präsentiert die Black Box eine besondere Erstaufführung: Einige Filme haben aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Form, ihrer Unklassifizierbarkeit oder aus anderen Gründen auf dem Kinomarkt einen schweren Stand. Die Aufgabe eines kommunalen Kinos muss sein, solche Filme zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu bieten. Dort die Lücke zu schließen, wo Verleiher und andere Kinobetreiber keine finanzielle Grundlage sehen, ist die programmatische Ausrichtung dieser Reihe – qualitativ, anspruchsvoll und aktuell.

Erstaufführung im September

SO 1.9. 16:00 | SO 8.9. 17:30
CARRÉ 35

F·D 2017 · 67 min · OmU · digitalDCP · FSK 12 · Regie: Éric Caravaca · Drehbuch: Éric Caravaca, Arnaud Cathrine · Kamera: Jerzy palacz

Casablanca, 1963. Christine Caravaca verschwindet einige Jahre nach ihrer Geburt. Nicht nur aus dieser Welt, sondern aus der Erinnerung der Familie. Es bleiben keine Spuren, keine Bilder, keine Erklärung für die Familienangehörigen in den folgenden Jahren. Nur ihre "letzte Adresse" ist bekannt: Französischer Friedhof, Carré 35, Casablanca. Viele Jahre später, in Frankreich, versucht Éric Caravaca herauszufinden, wer seine ältere Schwester eigentlich war. Er stellt sich die Frage, warum sie als kleines Kind gestorben ist, in der Familie nie über sie gesprochen wurde, und letztendlich, aus welchem Grund es keine visuellen Bweise ihrer Existenz gibt.

Neu restauriert

Mit Hilfe von Filmrestaurierungen kehren verloren geglaubte Filmschätze auf die Leinwand zurück. Der chemische Verfall einer Filmkopie kann nicht aufgehalten, gleichwohl aber durch optimale klimatische Bedingungen verzögert werden. Verschiedene Ausgangsmaterialien des historischen Originals werden restauriert und digitalisiert, um dann im Kino als Duplikat erneut aufgeführt zu werden. Monatlich präsentiert das Filmmuseum aktuelle Filmrestaurierungen aus Kinematheken und Archiven in Deutschland und Europa.

Neu restauriert im September

SO 15.9. 17:30 | FR 20.9. 19:00
IMMENSEE

D 1943 · 95 min · OF · digitalDCP · FSK 12 · Regie: Veit Harlan · Drehbuch: Veit Harlan, Alfred Braun · Kamera: Bruno Mondi · Darsteller: Kristina Söderbaum, Carl Raddatz, Paul Klinger, Carola Toelle, Lina Lossen, Max Gülstorff, Otto Gebühr u.a.

Zwischen dem Immensee und Hamburg, zwischen dem idyllischen Natur- und dem Großstadtleben, erzählt Veit Harlan eine Dreiecksgeschichte zwischen Treue und Sehnsucht. Eine erfolgreiche UFA-Produktion ihrer Zeit, die im Kontext des Nationalsozialismus in Deutschland entstanden ist und deren Regisseur wegen seiner Propagandafilme - wie JUD SÜSS (1940) oder KOLBERG (1945) - bis heute eine der kontroversesten Figuren der Filmgeschichte bleibt.

Filmklassiker am Nachmittag

Die Filmklassiker am Nachmittag zeigen jeden ersten Dienstag im Monat um 15 Uhr deutsche Filme aus den 1930er und 1940er Jahren. Zur Zeit des Nationalsozialismus pendelte das deutsche Kino zwischen Propaganda und eskapistischem Unterhaltungskino – mit teilweise fließenden Grenzen. Das Unterhaltungskino machte zu dieser Zeit etwa 90% der Produktion aus und entwickelte eine genuin eigene Qualität. Die Filmklassiker am Nachmittag möchten einen Blick auf das harmlos wirkende Kino dieser Zeit werfen – stets mit dem Bewusstsein, vor welchem zeithistorischen Hintergrund diese unterhaltenden Lustspiele inszeniert wurden.

In unregelmäßigen Abständen werden in Sondervorstellungen sogenannte Vorbehaltsfilme mit Einführung und anschließender Diskussion vorgeführt. Diese Filme wurden im Auftrag der Goebbelschen Propaganda-Maschinerie gedreht und sind nur unter bestimmten Auflagen spielbar.

Eintritt: 2,00 Euro

Di 3.9. | 15:00
FAMILIENANSCHLUSS
D 1941 · 83 min · DF · 35mm · FSK 12 · Regie: Carl Boese · Drehbuch: Karl Bunje, Hermann Pfeiffer nach einer Vorlage von Carl Bunje · Kamera: Jan Roth · Darsteller: Ludwig Schmitz, Karin  Hardt, Hermann Speelmans u.a.

Filmmatinee

Facetten von Humanität

Rund viermal im Jahr werden im Rahmen einer Matineevorstellung bedeutende Filme präsentiert, die Einblicke und Perspektiven auf gesellschaftlich relevante Themen wie Gleichberechtigung - insbesondere für Frauen -, Menschenrechte, Facetten von Weiblichkeit sowie auf politisches und philosophisches Engagament ermöglichen. Die jeweilige Einführung zum Film soll unter anderem dazu anregen, sowohl über den Film als künstlerisches Werk als auch über die Inhalte miteinander ins Gespräch zu kommen.

SO 22.9. | 11:30
LE BRIO · DIE BRILLANTE MADEMOISELLE NEÏLA
F·B 2017 · 97 min · DF · digitalDCP · FSK 0 · Regie: Yvan Attal · Drehbuch: Yvan Attal, Victor Saint-Macary, Yaël Langmann, Noé Debré · Kamera: Rémy Chevrin · Darsteller: Camélia Jordana, Daniel Auteuil, Yasin Houicha u.a.

42nd Street Düsseldorf

Als Hommage an die 24-Stunden-Kinos der 1970er-Jahre auf der 42nd-Street in New York und an die ehemalige kleine Schmuddelkinomeile in Düsseldorf widmet sich Mondo Bizarr einmal im Monat in Form eines 35mm-Double-Features den Klassikern des internationalen Exploitation-Films. Die Reihe 42nd-Street Düsseldorf liefert Wahnsinniges und Abstruses, Vergessenes und Verbotenes, kombiniert mit einer auf die Hauptfilme abgestimmten Trailershow.

Mit Eintrittskarte des ersten Films ist die zweite Vorstellung kostenlos · Einführung: Marc Ewert (Mondo Bizarr, Düsseldorf)

FR 6.9. | 20:30
HARD ROCK ZOMBIES · HARDROCK-ZOMBIES

USA 1985 · 98 min · DF · 35mm · FSK 18 · Regie: Krishna Shah · Drehbuch: Krishna Shah, David Ball  · Kamera: Tom Richmond · Darsteller: E.J. Curcio, Geno Andrews, Sam Mann u.a.

Im Anschluss, ca. 22:30

INCUBO SULLA CITTÀ CONTAMINATA GROSSANGRIFF DER ZOMBIES

I·MEX·E 1980 · 91 min · DF · 35mm · FSK 18 · Regie: Umberto Lenzi · Drehbuch: Antonio Corti, Piero Regnoli  · Kamera: Hans Burman · Darsteller: Hugo Stiglitz, Laura Trotter, Francisco Rabal u.a.

Psychoanalyse & Film

In dieser sehr erfolgreichen Reihe zeigt die Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik seit 2001 monatlich Filme mit einer filmanalytischen Einführung von Dorothee Krings (Redakteurin der RP). Der anschließende Vortrag eines/-r Psychoanalytikers/in leitet die Diskussion ein. Die Beteiligung des Publikums ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Reden Sie mit!

FR 27.9. | 19:00
LITTLE BIG MAN
USA 1970 · 139 min · DF · 35mm · FSK 16 · Regie: Arthur Penn · Drehbuch: Calder Willingham nach einer Vorlage von Thomas Berger · Kamera: Harry Stradling Jr. · Darsteller: Dustin Hoffman, Faye Dunaway, Chief Dan George u.a.

Vortrag und Diskussionsleitung: Bernd Nitzschke

Kontakt und Information Black Box